Alle Türkspor-Spieler sind negativ getestet, trotzdem sagt der nächste Gegner ab

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Erleichterung beim Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund. Alle Spieler und der komplette Staff sind negativ auf Corona getestet. Dafür ärgert sich der Klub über einen Testspielgegner.

Dortmund

, 06.08.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tim Eibold hat stressige Tage voller Ungewissheit hinter sich. Seit am Sonntag bekannt wurde, dass beim Testspielgegner SuS Oberaden (3:3) Corona-infizierte Spieler dabei waren, stand das Telefon des Sportdirektors von Türkspor Dortmund nicht mehr still. „Übergespitzt gesagt, hatte ich 500 Anrufe seit Sonntag“, sagt Eibold.

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Er hatte das Heft beim Klub in die Hand genommen und dafür gesorgt, dass alle Spieler und der Staff sich komplett testen lassen. Auch die Akteure, die gar nicht am Freitag dabei waren, mussten zum Arzt. Am Donnerstag war er dann erleichtert, weil die Ergebnisse zum Vorschein gebracht haben, dass alle Getesteten negativ sind. Die Stadt Dortmund und das Gesundheitsamt wurden informiert.

Eibold war natürlich erleichtert. Aus sportlicher und aus privater Sicht. Er hat gemerkt, dass diese Ungewissheit an ihm zerrt. Er hat ein Treffen mit seinem Neffen abgesagt und ist nicht zum Geburtstag eines Freundes in dieser Woche gegangen. „Ich wollte erstmal mein Testergebnis abwarten. Vorher wollte ich niemanden in Gefahr bringen“, sagt Eibold.

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Seit Sonntag hat er zudem einige negative Erlebnisse im sportlichen Bereich gehabt. Denn bevor überhaupt die Testergebnisse vorlagen, hatten der FC Nordkirchen und auch RW Ahlen ihre Testspiele gegen Türkspor Dortmund abgesagt. „Das ist natürlich enttäuschend“, sagt Eibold.

„Es wäre ein richtiges Highlight gewesen“

Vor allem die Reaktion von RW Ahlen hätte er nicht erwartet, weil die Begegnung erst für den 24. August abgemacht war. „Dieses Spiel war fest in unserem Vorbereitungsplan verankert. Es wäre ein richtiges Highlight für uns gewesen, gegen den Regionalligisten zu spielen. Für mich haben die viel zu früh abgesagt. Das zeigen ja jetzt unsere Testergebnisse.“

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Er habe auch wahrgenommen, dass einige Dortmund Klub „sich das Maul über uns zerrissen haben“. Er wünsche sich in solch einer Situation viel mehr Solidarität unter den Vereinen, weil es in dieser schwierigen Phase jeden hätte treffen können. Er nennt aber den TuS Haltern als positives Beispiel. Das Vorbereitungsspiel beim Oberligisten wurde sogar von Sonntag auf Freitag (19.30 Uhr) vorverlegt.

Was Eibold auch positiv hervorhebt, ist die Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Gesundheitsamt. „Frau Dr. Fries hatte sich plötzlich bei mir gemeldet und uns Tipps gegeben. Wir waren dann im ständigen Austausch“, sagt Eibold.

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Nach dem Spiel am Freitag in Haltern und einer Trainingseinheit am Samstag bekommt das gesamte Team am Sonntag frei. „Das ist wichtig. Das war eine extrem anstrengende Woche. Jeder soll jetzt mal den Kopf frei kriegen und kräftig durchpusten“, sagt Eibold.

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