ASC 09 Dortmund präsentiert zweiten Winterneuzugang - der hat zuletzt in den USA gespielt

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Der Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund hat ein zweites mal zugeschlagen. Nach Jan-Patrick Friedrich kommt ein weiterer Defensivspieler. Lernt ihn kennen. Es lohnt sich.

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 15.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Weg in den Profifußball ist manchmal steinig und schwer – Julian Horstmann war beim BVB, entschied sich dann für einen Wechsel in die USA. Nun kehrt er in seine Heimat zurück.

„Morgens um 7.45 Uhr musste ich immer umgezogen in der Kabine sein, das Training begann um 8 Uhr und endete um 10 Uhr. Im Anschluss ging es zum Unterricht und um 16 Uhr hatte ich dann entweder noch eine Einheit oder frei“, erklärt Julian Horstmann seinen Alltag in den USA.

Mit 19 Jahren entschied er sich zu einem eher seltenen Schritt im Fußball: Er nahm ein Stipendium an der Shippensburg University in Pennsylvania an – fernab von Freunden und Familie. Jetzt war er ein Teil der Shippensburg University Raiders.

Von TSC Eintracht Dortmund zum BVB

So richtig angefangen mit dem ambitionierten Fußball hatte es eigentlich rund zwei Jahre zuvor. „Damals“, erinnert sich Julian Horstmann, „spielten wir mit dem TSC Eintracht Dortmund in der C-Junioren-Regionalliga.

ASC 09 Dortmund präsentiert zweiten Winterneuzugang - der hat zuletzt in den USA gespielt

Julian Horstmann spielte an der Shippensburg University. © privat

„Mit guten Leistungen habe ich mich für Höheres empfohlen – Borussia Dortmund lud mich zu zwei Probetrainings ein. Und fortan spielte ich beim BVB.“

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Zunächst war er auf der Rechtsverteidigerposition unabdingbar, war im ersten Jahr gesetzt. In seiner zweiten Spielzeit kam er allerdings nicht mehr in aller Regelmäßigkeit zum Einsatz, entschied sich daher für eine Rückkehr zum TSC. Nach einer weiteren Saison bei der Eintracht wechselte er in die Westfalenliga zum SV Lippstadt.

Fußball-Stipendium in den Vereinigten Staaten

Als er mit dem Traum des großen Profifußballs abgeschlossen hatte, kam eine Agentur auf ihn zu, bot ihm ein Fußball-Stipendium im Studiengang „Finance“ an. Vergleichbar sei es mit einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland, gepaart mit dem täglichen Fußballspielen.

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„Die Gespräche haben mir gut gefallen und mich letztlich von diesem Schritt überzeugt“, sagt er weiter. Für den zu dem Zeitpunkt 19-Jährigen geht es auf einen anderen Kontinent, eine andere Welt erwartet ihn.

„Die Eingewöhnungsphase war nicht leicht. Anfangs ist es schwierig, auf die Leute zuzugehen, vor allem sprachlich ist man da doch eher schüchtern“, blickt Julian zurück. „Aber zum Glück war mein Mitbewohner auch aus dem Ausland, aus England. Er war mir zwar sprachlich voraus, aber wir konnten uns gegenseitig gut helfen.“

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Dazu seien seine Mitspieler ebenfalls ein wichtiger Bestandteil bei der Integration gewesen. Und irgendwann, als er mehr und mehr mit den Leuten redete, kam der Rest von alleine, wie er erzählt. „Früher oder später traut man sich natürlich. Man geht auf die Leute zu, sucht gezielt den Kontakt.“

Samir Habibovic nahm Kontakt zu Julian Horstmann

Nach einem Jahr, in dem er als defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz kam, wollte er wieder nach Deutschland zurückkehren. „Ich finde, ich habe mich gut weiterentwickelt, eine andere Kultur kennengelernt, einen anderen Fußball. Nun möchte ich aber noch einmal den in Deutschland erleben“, meint er.

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Das Ziel von Julian Horstmann ist ein Stammplatz als Rechtsverteidiger.

Dann ging alles ganz schnell. Der Sportliche Leiter des ASC 09 Dortmund, Samir Habibovic, nahm den Kontakt auf. „Ich hatte ihn schon vor zwei Jahren auf dem Schirm, bevor er in die USA ging. Jetzt hatte mir ein Freund den Tipp gegeben, dass Julian wieder zurück ist, sagt Habibovic.

Das Ziel ist ein Stammplatz als Rechtsverteidiger

Horstmann hat dann Anfang Januar eine Woche mittrainiert, sich gut einfügen können und ist nun fester Bestandteil des Kaders. Sein Plan sei es, sich auf der Position des Rechtsverteidigers durchzusetzen.

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Schulisch verfolgt er ähnliche Ziele wie in Amerika. Er wird sein Studium in der Betriebswirtschaftslehre zum Wintersemester fortsetzen. Der inzwischen 20-Jährige wählte einen eher ausgefallenen Weg, der ihn letztlich wieder zurück in seine Heimat nach Dortmund führte – ganz nah an Freunden und Familie.

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