ASC muss bei Pokalkracher gegen Bövinghausen auf drei Akteure verzichten

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Für den ASC 09 Dortmund und den TuS Bövinghausen ist das Kreispokal-Halbfinale am Donnerstag das erste Pflichtspiel nach der Corona-Pause. Dabei muss der ASC den Ausfall von drei Spielern verkraften.

Dortmund

, 12.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ergebnisse der Vorbereitung können durchaus täuschen. Lediglich zwei der sechs Testspiele konnte der ASC 09 Dortmund gewinnen. Unter anderem ging es aber auch gegen die U19 des BVB und den Regionalligisten TSV Steinbach. Trainer Antonios Kotziampassis ist mit der Vorbereitung bislang dennoch zufrieden. Vor dem Pokalhalbfinale plagen ihn allerdings Personalsorgen - und die haben nicht nur mit Verletzungen zu tun.

Ursprünglich sollten die Halbfinal-Partien im Dortmunder Kreispokal Anfang April stattfinden. Dem machte bekanntermaßen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Mehr als vier Monate später werden die Begegnungen nun nachgeholt - mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison.

Noch eine Rechnung offen

Für ASC-Trainer Kotziampassis deshalb „ein Testspiel unter besonderen Bedingungen“, denn natürlich wolle man ein solches Pokalspiel gewinnen, an der Herangehensweise ändere sich allerdings wenig.

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„Wir waren auch in den vergangenen Testspielen sehr konzentriert und haben größtenteils gute Leistungen abgeliefert. Deshalb müssen wir für das Spiel gegen Bövinghausen nicht extra hochfahren“, so der Trainer.

Außerdem gelte es für einige Spieler möglicherweise noch eine alte Rechnung zu begleichen: „Das letzte Spiel gegen Bövinghausen haben wir 0:3 beim Hecker-Cup 2019 verloren. Daher wissen wir, dass das wirklich eine starke Mannschaft ist. Das zeigen ja auch die bisherigen Ergebnisse in der Vorbereitung“, unterstreicht Kotziampassis.

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Die Freude seiner Mannschaft auf das Spiel sei deshalb groß. Auf drei Spieler wird der ASC-Coach am Donnerstag beim Westfalenliga-Aufsteiger (19 Uhr, Provinzialstraße) allerdings verzichten müssen. Neben Mittelfeldspieler Said Dahoud, der aufgrund eines Innenbandteilrisses noch länger ausfallen wird, werden auch die Youngster Qlirim Gashi und Maurice Danielle Werlein im Kader fehlen.

Trainer muss schwierige Entscheidungen treffen

„Es handelt sich bei beiden um eine Vorsichtsmaßnahme. Gashi ist ja gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen und jetzt etwas überlastet. Deshalb bekommt er eine Pause. Bei Werlein sind es muskuläre Probleme. Aber ich denke, dass er in drei bis vier Tagen wieder trainieren kann“, sagt Kotziampassis.

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Ansonsten steht dem Trainer allerdings der komplette Kader zur Verfügung. Angesichts der derzeit begrenzten Wechseloptionen ergeben sich daraus aber einige Schwierigkeiten, denn: Nach wie vor dürfen für ein Spiel nur 15 Spieler pro Verein gemeldet werden.

Laut Kotziampassis werde man so gewisser Dinge beraubt: „Wir können nicht so wechseln, wie wir es gerne würden.“ Schon die Torwartfrage werde zum Problem. „Ich muss in einem Pflichtspiel natürlich einen zweiten Torwart mitnehmen. Man weiß nie, was passieren wird. Alles andere wäre fahrlässig. Aber dann habe ich halt nur noch Platz für drei Feldspieler.“

Für das Halbfinale gegen Bövinghausen bedeutet das: Einige Spieler müssen sich den Pokal-Kracher von der Tribüne aus anschauen. Dabei hätten sich dem ASC-Trainer zufolge viele Spieler einen Kaderplatz verdient. „Das werden schwierige Entscheidungen und das fördert natürlich auch nicht gerade den Team-Spirit, aber wir können es jetzt nicht ändern.“

Neben Landesliga-Aufsteiger Türkspor Dortmund sind die beiden Finalisten des Kreispokals automatisch für den Westfalenpokal qualifiziert. Das dürfte noch einmal für zusätzliche Motivation bei den Mannen aus Aplerbeck sorgen.

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