Torhüter Leon Broda von Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund ist mit seinem Gegenspieler zusammengerasselt und bewusstlos gewesen. Wie geht es ihm jetzt?

Aplerbeck

, 14.09.2018 / Lesedauer: 3 min

Wie war die Nacht?

Die Nacht war eigentlich ganz okay, und ich konnte auch drei bis vier Stunden schlafen. Aber die Schmerzen waren schon sehr extrem, vor allem, nachdem ich aufgewacht bin. Und das trotz der Schmerzmittel.


Was wurde genau diagnostiziert?

Ich habe Prellungen an Kiefer, Jochbein und der Nase. Dann eine schwere Gehirnerschütterung. Die Zähne waren komplett eingedrückt und mussten gerichtet werden. Und die Unterlippe war aufgeplatzt.


Wie erleichtert waren Sie, als Sie gehört haben, dass nichts im Gesicht gebrochen ist?

Natürlich war ich sehr erleichtert. Das möchte ja keiner. Aber es hat sich auf jeden Fall so angefühlt, als ob einiges im Gesicht gebrochen wäre.


Können Sie überhaupt sprechen?

Schwer. Die Zähne wurden mit einer Schiene im Mund befestigt. Die untere Lippe wurde mit fünf Stichen genäht, die obere ist dick.


Wie haben Sie die Situation, die zur Verletzung geführt hat, wahrgenommen?

Von der Situation weiß ich gar nichts mehr, genauso wie vom Spiel oder der Hinfahrt zur Partie. Das ist alles weg.


Machen Sie dem Gegenspieler einen Vorwurf?

Nein, das ist halt Fußball, und da prallt man halt mal ab und zu zusammen. Er hat mir auch schon geschrieben und die komplette Mannschaft von Meinerzhagen wünscht mir gute Besserung.


Der ASC-Coach Samir Habibovic hat die Spieler gefragt, ob sie überhaupt zu Ende spielen wollen. Sie haben gesagt: „Ja, für Leon.“ War das in Ihrem Sinne?

Das fand ich sehr gut von den Jungs und Respekt an die Mannschaft, dass sie die Partie noch so super zu Ende gespielt hat, obwohl einige bestimmt schockiert waren. Riesen Respekt an das gesamte Team.


Wie lange waren Sie jetzt bewusstlos?

Mir wurde gesagt, ich war drei bis fünf Minuten bewusstlos. Das Erste, was ich wieder weiß, ist, dass ich im Krankenwagen wach geworden bin. Mir tat das ganze Gesicht einfach nur weh. Mir war schwindelig, und ich hatte Kopfschmerzen.


Jetzt fehlt Ihnen die bewusstlose Zeit im Leben. Wo holen Sie sich die zurück?

Das mit der bewusstlosen Zeit war ja zum Glück nicht so lange, die Zeit hol ich schnell wieder nach.


Wie lange müssen Sie im Krankenhaus bleiben?

Offiziell bis Samstag.


Wie viele Nachrichten hatten Sie bis Freitag, 10 Uhr, auf Ihrem Handy?

Über 100. Das gibt mir extrem viel Kraft.

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