Atemwegsinfektion wirft Jana Hartmann zurück

Leichtathletik

Durch das Telefon war nur ein Krächzen und Husten zu hören, und das bestätigte: Jana Hartmann (LG Olympia) hat sich erneut eine schwere Atemwegsinfektion eingefangen. So wird ihr Leistungseinbruch im 800-Meter-Vorlauf bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid erklärlich.

DORTMUND

von Von Horst Merz

, 18.06.2012, 22:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jana Hartmann (r.). startet.

Jana Hartmann (r.). startet.

„Aber wenn man krank ist, ist man eben krank und hat auf alles Weitere keinen Einfluss“, sagt sie. Jetzt sind drei Tage Trainingspause angesagt, Antibiotika sollen Hartmann wieder auf Beine bringen. „Dann werde ich sehen, wie ich mich fühle, jetzt hat die Gesundheit absoluten Vorrang“, sagt die Bundespolizistin. „Wenn ich wieder voll belastbar bin, greife ich in Bottrop am 7. Juli noch einmal an“. Sollten auch dort die nötigen Zehntel an der „Quali“ fehlen, weiß sie noch nicht, wie es weiter gehen soll. „Es geht dann nicht mehr darum, ob ich körperlich wieder fit bin, sondern auch der Kopf muss wollen“, betont sie. „Wenn man schon als kleines Mädchen das Ziel hatte, einmal bei olympischen Spielen dabei zu sein und ist so nahe davor, dann steckt man das Scheitern nicht so leicht weg.“

Wenn die Polizei-Obermeisterin an der Olympiaqualifikation scheitert, muss sie damit rechnen, dass sie nicht mehr der Fördergruppe der Bundespolizei angehören wird. Das heißt für sie, dass sie eventuell mit allen zeitlichen Konsequenzen wieder normalen Schichtdienst schieben muss. Auf niedrigerer Ebene ihr Training fortzusetzen, um noch etwas „dabei bleiben“ zu können, kommt für sie nicht in Frage: „Wenn man einmal oben war, will man anschließend nicht unter Niveau laufen und sich unter Wert verkaufen.“

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