Auf- und Abstiegskampf in Bövinghausen: Tabellenführer erwartet ein „richtig dickes Brett“

Fußball-Bezirksliga

Der TuS Bövinghausen braucht noch einen Sieg, um einen grandiose Saison mit dem direkten Aufstieg zu belohnen. Doch der Gegner krallt sich an jeden Strohhalm, um doch noch die Liga zu halten.

Dortmund

, 25.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Auf- und Abstiegskampf in Bövinghausen: Tabellenführer erwartet ein „richtig dickes Brett“

Dennis Gazioch (l.) und Sascha Reinholz haben am Sonntag nur ein Ziel: den Aufstieg. © Nils Foltynowicz

Dass der TuS Bövinghausen am letzten Spieltag der Saison noch nicht als Aufsteiger in die Landesliga feststehen würde, war nach einer Hinrunde mit 13 Siegen und nur einem Unentschieden nicht unbedingt abzusehen. Doch die Niederlage im direkten Duell mit dem Tabellenzweiten FC Nordkirchen und das Remis beim Dritten TuS Körne sorgen dafür, dass es in der Bezirksliga 8 oben zumindest auf dem Papier noch spannend ist.

Alle Zeichen auf Aufstieg

Bövinghausen-Spielertrainer Sven Thormann sagt dann auch vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison bei Alemannia Scharnhorst: „An die Relegation will ich erst gar nicht denken.“ Denn die droht, wenn der TuS (74 Punkte) tatsächlich nochmal patzen sollte, wenn Nordkirchen (73) parallel bei Viktoria Kirchderne gewinnt.

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Dass ein Wechsel an der Tabellenspitze unwahrscheinlich ist, zeigt nicht nur der Blick auf die Statistik. Im Hinspiel unterlag Scharnhorst mit 0:4, hat aus den letzten sechs Spielen nur einen Sieg geholt und auch in den vergangenen Wochen, als Bövinghausen in den Nachholspielen die Tabelle begradigte und als Tabellenführer vorneweg ging, „haben wir bewiesen, dass wir dem Druck standhalten können“, sagt Thormann.

„Eigene dumme Fehler“

Zu groß ist die Qualität im Kader, zu groß die Gier nach der Landesliga und dem damit verbundenen Trainerwechsel hin zu Ex-Fußball-Profi Thorsten Legat. Der hat ja schon für den Tag nach dem Spiel eine Pressekonferenz angekündigt.

Doch die Alemannia will sich nicht einfach ergeben, zieht sogar aus dem 0:4 im Hinspiel ein Stück weit Motivation: „Verloren haben wir damals in erster Linie durch eigene dumme Fehler“, sagt Trainer Marcus Wedemann, der das Duell am letzten Spieltag, an dem es für beide noch um alles geht, als „das Übelste“ bezeichnet.

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Der Druck, sagt Wedemann, liege allerdings bei Bövinghausen: „Für die gibt es im Moment nur eine Richtung, und da wäre ein Nichtaufstieg eine echte Katastrophe.“ In seinem eigenen Team, das viele am Ende der Saison verlassen, sei dagegen der Wille groß, „sich hinterher nicht nachsagen zu lassen, nicht alles für den Klassenerhalt getan zu haben“, sagt Wedemann, „ich glaube, wir werden für Bövinghausen nochmal ein richtig dickes Brett sein.“

Enger Abstiegskampf

Dabei muss die Alemannia (22 Punkte, -24 Tore) selbst bei einem unerwarteten Punktgewinn noch auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Bei einem Remis müsste Union Lüdinghausen (23, -46) verlieren, das am vergangenen Spieltag völlig überraschend gegen Mengede gewann und jetzt zu Hause die Reserve des Holzwickeder SC empfängt und der Dorstfelder SC (21, -39) nicht gewinnen.

Nur bei einem Sieg könnte Scharnhorst auch noch den TuS Hannibal (24, -26) einholen, der in Eichlinghofen antritt. Wedemann sagt: „Es wäre sehr schade, wenn es bei all der investierten Zeit, Kraft und Arbeit letztlich nicht für den Klassenerhalt reichen würde.“ Das gleiche werden sie natürlich beim TuS Bövinghausen über den Aufstieg sagen.

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