Aufsteiger Mengede 08/20 souveräner Zweiter

Fußball-Landesliga

Mengede 08/20 hatte sich in den vergangenen Jahren Stück für Stück an den Aufstieg herangearbeitet. Jetzt machte das Team von Mario Plechaty ziemlich früh alles klar.

DORTMUND

von Von Alexander Nähle

, 18.06.2012, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geballter Jubel, fester Zusammenhalt: In Mengede stimmt die Fußballwelt.

Geballter Jubel, fester Zusammenhalt: In Mengede stimmt die Fußballwelt.

Mengedes behutsamer Aufbau einer Mannschaft, die mit geringer Fluktuation auskommt, führte zum Ziel. Und die Neuen fügten sich schnell ein. Torwart Sören Gerlach und die Viererkette sorgten dafür, dass Mengede nur 23 Gegentore kassierte. „Ein oder zwei Tore waren vielleicht noch vermeidbar, aber die dürfen wir der Mannschaft gerne zugestehen“, gab sich Schiffer gönnerhaft. Davor sorgte das Mittelfeld für die kreativen Momente. Wer die Mengeder kennt, weiß um ihren Realismus. Schiffer gibt zu bedenken: „Das war spielerisch sehr gut, aber wir leben viel von Dennis Schultze. Dennis fehlt kommende Saison an einigen Wochenenden beruflich. Da müssen wir dann flexibel sein.“ Vorne beendete Eduard Sprenger mit seinen 27 Toren die alten Diskussionen über einen fehlenden Knipser. „Die anderen Stürmer dürfen aber gerne noch zulegen“, fügt Schiffer hinzu.

Mit 92 erzielten Treffern teilt sich Mengede dennoch den Topwert mit den über allem stehenden Wattenscheidern. Co-Trainer Marcus Kuhlmann ist guter Dinge für die kommende Spielzeit: „Wir stellen uns im Kader noch breiter auf. Dann sollten wir auch in der Westfalenliga bestehen.“ Seit Wochen wissen die Mengeder, wohin die Reise geht. Und normalerweise sehnen sich die Teams dann in die Sommerpause. 08/20 aber hätte wohl noch Wochen weiterspielen können, ohne ein Spiel zu verlieren. „Das hat ja auch etwas mit Sportsgeist zu tun“, sagt Schiffer. „Aber die Jungs verstehen sich einfach und spielen gerne zusammen Fußball.“ Daher zieht es kaum Spieler weg aus Mengede. Und wenn auch die kommenden punktuellen Verstärkungen einschlagen, ist der Mengeder Weg noch nicht am Ende.  

Lesen Sie jetzt