Nach 16 Spielen in der Eishockey-Landesliga NRW stehen die Teilnehmer der Aufstiegs-Playoffs fest. Mit dabei: die Eisadler Dortmund. Wir stellen die Regionalliga-Kandidaten vor.

Dortmund

, 13.02.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Eisadler haben eine famose Saison mit dem Erreichen der Playoffs für die Regionalliga West gekrönt. Und bereits zum Auftakt der Aufstiegsrunde erwarten den Zweitplatzierten der Landesliga NRW zwei ganz dicke Brocken. Am kommenden Sonntag (17. Februar) reisen die Eisadler zu den Frankfurter Löwen, dem 1b-Team des gleichnamigen Zweitligisten. Und am Freitag (22. Februar) gastiert die EG Lauterbach in Dortmund.

Die beiden Letztplatzierten der letzten Regionalliga-Saison zählen zu den Favoriten der Playoffs. Bernd Schnieder, 1. Vorsitzender der Eisadler, traut aber auch seinem Dortmunder Team eine gewichtige Rolle in der Aufstiegsrunde zu. Im Gespräch erklärt er, warum er optimistisch ist.

Eisadler Dortmund - „Wir können jeden schlagen“

Für die Eisadler Dortmund sind die Playoffs die Belohnung für eine tolle und emotionale Saison. Getrübt wird die Stimmung beim Vizemeister der Landesliga nur dadurch, dass nach dem Zeitstrafen-Spektakel im letzten Saisonspiel in Troisdorf, Routinier Tim Linke wohl eine Matchstrafe für mehrere Spiele bekommen wird. „Ich gehe davon aus, dass er für fünf bis sechs Spiele aussetzen muss“, sagt Bernd Schnieder.

Im November sprachen wir mit Malte Bergstermann von den Eisadlern:

Ansonsten ist der Eisadler-Vorsitzende aber zuversichtlich, im ersten Playoff-Spiel bei den Löwen Frankfurt am kommenden Sonntag mit einem nahezu vollzähligen Kader antreten zu können. Das Spiel gegen den Regionalliga-Letzten wird bereits ein wichtiger Gradmesser sein. Aber für Schnieder ist auch klar: „Wenn wir gut drauf sind, können wir jeden schlagen.“



Grefrather EG - „Keine Knüppeltruppe“

Vom Team der Grefrather EG hat Bernd Schnieder eine besonders hohe Meinung. Die Grefrather erwischten einen denkbar guten Start in die zurückliegende Landesliga-Saison, verloren aber im zweiten Drittel massiv an Boden, um dann nach hinten raus einen furiosen Endspurt hinzulegen. Es reichte für Platz 3 in der Landesliga mit knappen zwei Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz.

Aus Schnieders Sicht sind die Grefrather trotz des knappen Saison-Ausgangs in den Playoffs nicht zu unterschätzen. Trainer Karel Lang, der von 1990 bis 2001 das Tor der Krefelder Pinguine hütete, hat ein Team aus erfahrenen und jungen Kräften zusammengestellt, das nach Schnieders Einschätzung den Eisadlern durchaus liegt: „Die Grefrather sind keine Knüppeltruppe“



ESV Bergisch Gladbach - Das Final-Charakter-Team

Das Team von Trainer Andreas Lupzig, der selbst u.a. von 1989 bis 2001 für den Kölner EC aktiv war, schloss die Landesligasaison auf dem vierten und damit letzten Playoff-Platz ab. Bergisch Gladbach spielte eine stabile Saison ohne längere Hochs und Tiefs. Das größte Ausrufezeichen setzten die Bergisch-Gladbacher erst am letzten Spieltag, als sie den bis dahin souverän agierenden Tabellenführer TuS Wiehl auswärts mit 8:5 schlugen und sich erst damit den Platz in der Aufstiegsrunde sicherten.

Aus Schnieders Sicht zeigte sich auch in diesem Spiel einmal mehr die überragende Qualität von Trainer und Ex-Nationalspieler Lupzig. Die Bergisch-Gladbacher haben bewiesen, dass sie in Spielen mit Final-Charakter bestehen können. Für die Playoffs ist das eine echte Qualität.



TuS Wiehl - Das Top-Team der Landesliga-Saison

Die Mannschaft vom TuS Wiehl war das unangefochtene Top-Team der vergangenen Landesliga-Saison. Wiehl verlor in der Hauptrunde nur ein Spiel – - das letzte gegen Bergisch-Gladbach. Trotz der sehr guten Bilanz seiner Mannschaft hält Wiehls Trainer Ralf Alberts die Landesliga auf einem hohen Niveau für durchaus ausgeglichen. Entsprechend spannend erwartet er den Ausgang der Playoffs.

Wiehl selbst, so Alberts, kämpft im Moment mit dem schwierigen Zeitpunkt der Aufstiegsrunde. „Im Februar ist es angesichts anderer Termine schwierig, die Mannschaft komplett zusammenzuhalten“, sagt Alberts. Ob der TuS Wiehl, wenn es sportlich reicht, tatsächlich in die Regionalliga geht? „Wir werden sehen. Es wäre auf jeden Fall ein Abenteuer“, sagt Alberts.



Löwen Frankfurt - Die Pflicht-Drinbleiber

Das 1b-Team der Frankfurter Löwen gilt als absoluter Favorit in den Playoffs. Zwar beendete die Nachwuchsmannschaft des Zweitligisten die Regionalliga-Saison abgeschlagen als Tabellenletzter. Dennoch gilt die Präsenz des B-Teams in dieser Liga als höchst wichtig für die Qualität der ersten Mannschaft. Entsprechend erwarten die Konkurrenten, dass die Frankfurter alles daran setzen werden, die Klasse zu erhalten.

Die Landesliga Hessen gilt als zu schwach, um fordernde Gegner für die Frankfurter Löwen hervorzubringen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass es für jeden Spieler schwierig werden würde, sich aus einem Landesligateam für die erste Mannschaft der Löwen zu empfehlen. Für höchste Motivation ist im Kader der Frankfurter also gesorgt.



EC Lauterbach - Die Frustrierten

Der EC Lauterbach ist in der Sechser-Gruppe der Playoff-Konkurrenten die große Unbekannte. Die Hessen beendeten die zurückliegende Regionalliga-Saison als Tabellenvorletzte und müssen wie die Frankfurter Löwen in die Playoffs, die für die beiden Regionalligisten eher den Charakter einer Relegation haben. Sicher ist nur, dass die Saison für Lauterbach eine ziemlich frustrierende Angelegenheit war.

Entsprechend ernüchtert fiel das Saison-Fazit von Trainer Andrej Jaufmann nach einer 0:8-Klatsche im letzten Spiel der Hauptrunde aus: „Wir müssen mit allem bei null anfangen und versuchen, in der Abstiegsrunde besser zu spielen.“ Ob Lauterbach im Falle einer sportlichen Wiedergutmachung überhaupt in der Regionalliga bleiben will, ist allerdings noch offen.

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