Nach dem Ausschluss: Klubs dürfen sich nicht beschweren, das Verhalten der Fans war unwürdig

rnKommentar

Drei Vereine wurden für die nächste Hallenstadtmeisterschaft ausgeschlossen. Was erst einmal hart klingt, ist unumgänglich. Es geht um Glaubwürdigkeit und das Familienfest. Ein Kommentar.

12.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Fußballkreis Dortmund hat auf den ersten Blick hart durchgegriffen. Schaut man etwas genauer hin, ist den Verantwortlichen doch gar nichts anderes übrig geblieben. Tumulte auf den Tribünen, Angriff auf einen Spieler und Ordner, die bespuckt und getreten wurden. Was soll denn noch alles passieren, bis der Kreisvorstand hart durchgreift?

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Es geht letztlich um das große Ganze. Und das Image der kompletten Veranstaltung. Die Fußballer titulieren die Stadtmeisterschaft gerne als Familientreffen der Dortmunder Amateurfußball-Szene. Aber verhalten sich so Familienmitglieder? Hoffentlich nicht. Kopf-ab-Gesten und Beleidigungen sind keine Umgangsformen unter Familienangehörigen.

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Der Ausschluss von Türkspor wirkt am härtesten. Aber hätte der Kreis hier eine Ausnahme machen sollen? Nein, will er glaubwürdig bleiben. Weil die Regeln keinen anderen Entschluss zuließen. Der Platzstürmer kam eindeutig aus dem Block des Klubs. Die Videobilder zeigen das.

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Trotzdem sollte sich der Kreis für die Zukunft Gedanken darüber machen, ob nicht schon in der Vor- und Zwischenrunde professionelle Security-Firmen in den Hallen den Job der Ordner übernehmen. Zum einen, um geschult gegen Ausschreitungen vorzugehen, und zum anderen, damit Vereinsmitglieder nicht in Gefahr geraten und angegriffen werden.

Es ist aber traurig, dass man sich überhaupt Gedanken über einen professionellen Security-Dienst machen muss. Es bleibt nur zu hoffen, dass die kommende Veranstaltung wirklich ein Familienfest wird.

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