Ay Yildiz Derne: "Wir sind keine Rabauken"

Umstrittener Fußballverein

Nach zwei angeblichen Schlägereien bei Ligaspielen 2015 hat der Fußballverein Ay Yildiz Derne das Image eines Problem-Vereins. Jetzt geht der Trainer der zweiten Mannschaft, Süleyman Yilmaz, in die Offensive: "Wir sind keine Rabauken." Eine Entscheidung des Amtsgerichts gibt ihm Recht.

DORTMUND

, 04.02.2016, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ay Yildiz Derne: "Wir sind keine Rabauken"

Die Mannschaft von Ay Yildiz Derne II um Trainer Süleyman Yilmaz (2.v.l.) und Geschäftsführer Özgür Yesilyurt (r.) möchte nicht länger als Rabauken-Truppe der Kreisliga C gelten. Spieler und Verantwortliche wehren sich gegen das schlechtes Image.

Hintergrund: Am 29. März 2015 war beim Spiel gegen SC Husen-Kurl eine Schlägerei gemeldet worden. Es kam zu mehreren Anzeigen gegen Spieler des Vereins, der zwar „Derne“ im Namen führt, aber in Kirchderne beheimatet ist.

Das Amtsgericht hat das Verfahren eingestellt, wie Gerichtssprecher Gerhard Breuer bestätigt. Ein vermeintliches Opfer habe inzwischen ausgesagt, zuvor gelogen zu haben. Es habe gar keinen Angriff von Ay Yildiz gegeben. Ein zweiter Husener Spieler blieb zwar bei seiner Aussage, war aber nicht mehr in der Lage, die Angreifer auf Fotos zu identifizieren. Er zeigte auf zwei Fremde.

Ein Fall vor der Spruchkammer

Im zweiten Fall geht es um das Spiel VfR Sölde III gegen Ay Yildiz Derne II am 28. Oktober 2015. Ein Ordner hatte die Polizei gerufen – die schrieb später von einer Massenschlägerei, einer Anzeige wegen Körperverletzung und einem Verletzten.

Wegen dieses Falls hat schon im November die Spruchkammer getagt – mit dem Ergebnis, dass beide Vereine 200 Euro Strafe zahlen mussten, weil ihre Zuschauer den Platz betreten haben. Das bestätigt der Vorsitzende der Spruchkammer Frank-Bernd Meyer. Alle Beteiligten hätten betont, dass niemand geschlagen oder getreten worden sei.

Provokationen gegen deutsche Spieler

Die Deutschen, die bei Ay Yildiz spielen, würden auf dem Platz regelmäßig gefragt, sagt Geschäftsführer Özgür Yesilyurt, wie sie denn nur für einen solchen „Kanaken-Verein“ auflaufen können. Das diene natürlich nur dazu, Kurzschlusshandlungen zu provozieren, die eine Rote Karte nach so ziehen könnten.

Er habe seinen Spielern eingeschärft, so Süleyman Yilmaz, sich keinesfalls auf solche oder andere Provokationen einzulassen. Oft werde von Außenstehenden auch ein harmloser Streit, wie er im Eifer des Gefechts immer wieder auf allen Fußballplätzen dieser Welt entstehe, überbewertet – so die Ansicht vieler, die sich mit Fußball auskennen. Da koche schnell mal etwas hoch, was sich genauso schnell wieder abkühle.

 

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