Bei Saisonaus: Wie abhängig ist der Kreis von den Entscheidungen des Landesverbandes?

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Ein mögliches verfrühtes Saisonende hat nicht nur Auswirkungen auf den Fußball auf Landesebene. Auch im Kreis macht man sich schon Gedanken, wie man in diesem Falle verfahren würde.

Dortmund

, 17.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Momentan genießen Blau-Weiß Alstedde und DJK Blau-Weiß Huckarde den Blick von der Sonnenseite der Tabelle. Beide Teams führen ihre jeweiligen A-Ligen an. Doch bedeutet das auch im Fall eines vorzeitigen Saisonendes, dass beide Mannschaften in die Bezirksliga aufsteigen? Und was passiert mit den Zweitplatzierten, wenn es keine Relegation gibt?

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Die Verantwortlichen im Fußballkreis Dortmund machen sich bereits ihre Gedanken – und das auf einem nicht gewöhnlichen, aber den Umständen angepassten Weg: „Unsere Sitzungen sind aus Sicherheitsgründen – keine sozialen Kontakte – abgesagt“, sagt Pascal Sellung, Vorsitzender des Kreisfußballauschuss.

Pascal Sellung: „Wir können immer sofort reagieren“

Er ergänzt: „Über Email- und WhatsApp ist der Kreisvorstand aber in regelmäßigem Austausch und über das elektronische Postfach beschlussfähig, sodass wir immer sofort reagieren können, wenn es Neuigkeiten durch die Behörden oder Verbände gibt, die sich auf den Spielbetrieb oder die Vereine in Dortmund auswirken.“

Und das bringt auch schon einen entscheidenden Aspekt mit sich: Der Fußballkreis kann von sich aus, also ganz selbstständig, keine eigenen Entscheidungen treffen. „Wir sind in der Saisonplanung abhängig von den Behörden wie der Stadt Dortmund, Sport- und Freizeitbetrieben und den übergeordneten Verbänden – dem Westdeutschen Fußballverband und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen.“

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Daher erklärt Sellung: „Ordnungen oder Bestimmungen für solche Fälle haben wir [im Kreis, Anm. d. Red.] nicht und auch mit dem Auf- und Abstieg sind wir an mögliche Vorgaben des Verbandes gebunden. In Dortmund gibt es daher auch keine Task Force wie beim FLVW.“

Genauso erklärt es auch Andreas Edelstein, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses: „Wir bekommen unsere Vorgaben von woanders. Wir als Kreis sind nur Hüter des Spielbetriebs. Die übergeordneten Stellen entscheiden und wir sind immer abhängig vom Verband.“

Andreas Edelstein: „Wir können mit dem Spielbetrieb im Kreis problemlos auch in den Juni hineingehen“

Edelstein hofft, dass der Kreis spätestens nach den Osterferien detaillierte Aussagen treffen kann. „Bis dahin soll sich erstmal das normale Leben regulieren.“

Im Allgemeinen sieht er die Lage noch entspannt. „Wir können mit dem Spielbetrieb im Kreis problemlos auch in den Juni hineingehen. In Dortmund haben wir viele Kunstrasenplätze, auf dem das Spielen ohne Weiteres lange möglich ist. Da bin ich optimistisch, dass wir eine gute Lösung finden.“

Der letzte Spieltag der A-Liga Staffel 1, in der der DJK Blau-Weiß Huckarde gerade die Tabelle vor dem SV Westfalia Huckarde anführt, ist beispielsweise aktuell noch für den 24. Mai geplant. An diesem Datum sollte ursprünglich auch der letzte Spieltag der Kreisliga der A-Junioren ausgetragen werden. Nun könnten diese Spiele nach hinten in den Juni verschoben werden.

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Grundsätzlich sei es am wichtigsten, dass man Entscheidungen treffe, die so fair wie möglich sind, meint der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, der auch sagt, dass man selbstverständlich keinen Masterplan habe. Auch gibt er zu bedenken, dass man den Vereinen eine Zeit der Rückkehr lassen sollte, wenn die Plätze wieder frei sind und nicht gleich wieder mit dem Spielbetrieb starten sollte.

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