Beim einzigen Dortmunder Fußball-Turnier: Wer keine Maske trägt, hat ein Problem

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Mit dem Kronen-Hellweg-Cup findet nur ein Fußballturnier in diesem Sommer statt. Wir haben mit Veranstalter Olaf Schäfer (SV Brackel 06) über die Schwierigkeiten und Regeln gesprochen.

Dortmund

, 09.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier Fußball-Turniere finden normalerweise im Sommer statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Vorschriften haben die Organisatoren des Hecker-Cups, der Hörder Stadtmeisterschaft und des West-Cups ihre Veranstaltungen abgesagt.

Nur der Kronen-Hellweg-Cup des SV Brackel 06 geht ab dem 15. August an den Start. Unter anderem finden sich die Westfalenligisten Westfalia Wickede, BSV Schüren und die Landesligisten SV Brackel 06, Kirchhörder SC und der SuS Kaiserau im Teilnehmerfeld wieder.

Der Klub bereitet sich schon intensiv auf das Turnier vor. Wir haben mit Brackels Vorsitzenden Olaf Schäfer gesprochen.


Wie laufen die Vorbereitungen?

Schäfer: Diese Veranstaltung ist eine Herausforderung für den gesamten Verein, deshalb bin ich froh, dass die Jugendabteilung uns so intensiv hilft. Denn es wartet eine Menge Arbeit auf uns.

Zum Beispiel?

Schäfer: Wir haben jetzt schon separate Eingänge geschaffen, Leitlinien sind angebracht, die Hygienemittel müssen besorgt und die Nachverfolgungslisten organisiert werden. Und das sind nur die Aufgaben, die durch die Corona-Pandemie zusätzlich zu den normalen hinzugekommen sind.

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Besteht Maskenpflicht für die Zuschauer?

Schäfer: Ja. Wer vor dem Eingang steht und keine Maske trägt, hat ein Problem. Denjenigen werden unsere Ordner nicht hereinlassen. Außer sie sind aus gesundheitlichen Gründen befreit und können das vorweisen. Da werden wir ganz genau hinschauen. Die Gesundheit steht im Vordergrund. Die Maske ist doch ein Teil unseres Leben geworden. Die Maske soll uns alle schützen. Deshalb soll doch jeder die Maske als Freund sehen und nicht als Ärgernis.

Und was passiert beim Verzehr von Speisen und Getränken?

Schäfer: Es ist ja klar, dass die Zuschauer dann ihre Masken temporär abnehmen dürfen. Wir werden aber extra Zonen einrichten, in den gegessen und getrunken werden darf.

Ist das Vereinsheim geöffnet?

Schäfer: Nein, wir haben zwei Verkaufsstationen, an denen Speisen und Getränke gekauft werden können.

Es dürfen ja nur maximal 300 Besucher auf der Anlage sein.

Schäfer: Wir handhaben es so, dass derjenige auf die Anlage kommt, der zuerst da ist. Haben wir irgendwann die Maximalzahl erreicht, lassen wir niemanden mehr auf unseren Platz.

Der ASC hat ja als Grund für die Absage des Hecker-Cups das finanzielle Minusgeschäft genannt. Wie schaffen sie es denn, mit einem Plus aus der Nummer zu kommen?

Schäfer: Wir hatten das Glück, dass wir mit Green IT kurzfristig neben der Kronen-Brauerei einen zweiten großen Sponsoren hinzubekommen haben. Ohne diese beiden Sponsoren wäre das Turnier auch nicht möglich gewesen. Da kann ich mich nur bedanken.

Gab es einen Zeitpunkt, an dem sie nicht mehr an die Ausrichtung des Turniers geglaubt haben?

Schäfer: Am Anfang der Pandemie hatte ich sehr viel Angst. Und ich habe immer noch Achtung vor der Pandemie. Aber irgendwann war klar, dass wir dieses Turnier durchziehen werden, auch wenn nur 100 Zuschauer erlaubt gewesen wären.

Und wie viele Ehrenamtliche benötigen Sie, um das Turnier vernünftig über die Bühne zu bekommen?

Schäfer: Bestimmt bis zu 90. Was ich wirklich klasse finde, dass sich unsere erste und zweite Mannschaft bereit stellen, den Ordnungsdienst zu machen.

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