Beschwerdebrief an den FLVW: Oberliga-Klubs fordern Änderung der Abstiegsregelung

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Die neue Abstiegsregelung in der Fußball-Oberliga hat bei fast allen Klubs für Kopfschütteln gesorgt. Die Verantwortlichen äußern in einem Offenen Brief jetzt klare Forderungen an den Verband.

Dortmund

, 07.08.2020, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) die Auf- und Abstiegsregelungen veröffentlicht. Auch für die Oberliga Westfalen. Die Verantwortlichen der 21 Mannschaften staunten aber nicht schlecht, als sie genau hinschauten.

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Es war zu lesen, dass mindestens fünf Teams in die Westfalenliga absteigen müssen. Zur Verwunderung aller Vereine. Allein acht Klubs bestätigten gegenüber unserer Redaktion, dass Staffelleiter Reinhold Spohn in einer Videokonferenz vor zwei Wochen den Klubs zugesichert hatte, dass es bei keinem Regionalliga-Absteiger definitiv nur drei Absteiger gäbe.

Christoph Kondring, Vorsitzender beim Aufsteiger SpVgg Vreden, hatte unter anderem gesagt: „Er (Reinhold Spohn, Anm. D. Red.) hat bei der Videokonferenz genau vorgerechnet, wie die Liga wieder auf 18 Mannschaften kommen soll. Dabei war die Rede von drei festen Absteigern, und auf diese Aussage verlasse ich mich auch.“

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Angesprochen auf die Reaktionen der Vereine, weist Reinhold Spohn alle Vorwürfe von sich. „Das habe ich so nie gesagt. Ich habe nie gesagt, dass es nur drei Absteiger gibt. Die haben mich falsch verstanden“, sagte Spohn gegenüber unserer Redaktion.

Die Oberliga-Vereine wehren sich

Mit dieser Aussage geben sich die Oberliga-Vereine noch lange nicht zufrieden. Der ASC 09 Dortmund hat jetzt einen Beschwerde-Brief aufgesetzt und die 20 Mitstreiter angeschrieben, ob sie sich an der Beschwerde beteiligen wollen. Und 13 Klubs, unter anderem die Spielvereinigung Vreden, der TuS Haltern und der SV Schermbeck, sind jetzt namentlich in dem Brief vermerkt.

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„Wir lassen uns das doch nicht gefallen. Reinhold Spohn hat eine klare Aussage getätigt und an der muss er sich messen lassen“, sagt der ASC-Vorsitzende Michael Linke. Das Schreiben, das am Freitag um 17 Uhr an den FLVW und die Präsidiumsmitglieder Gundolf Walaschewski (FLVW-Präsident) und Manfred Schnieders (Vize-Präsident) ging, beinhaltet klare Forderungen.

So ist unter anderem zu lesen, dass die Klubs fordern, dass die aktuelle offizielle Abstiegsregelung von fünf auf drei Absteiger geändert wird. Zudem verlangen die Verantwortlichen, dass in dem Protokoll der Videokonferenz mit aufgenommen wird, dass Reinhold Spohn von drei und nicht fünf festen Absteigern gesprochen hat.

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13 Klubs waren es letztendlich, die sich an dem Brief beteiligt haben. Aber nicht alle Vereine hatten sich beim ASC 09 Dortmund zurückgemeldet. Linke: „Die Vereine hatten erst am Freitagmorgen die Mail in ihrem Postfach. Wir wissen nicht, ob alle Vereine, sie bis jetzt überhaupt gelesen haben.“ Nur Clarholz hatte sich bis dahin verweigert, der Beschwerde zu folgen. Aber 13 von 21 Vereinen ist eine stabile Zahl.

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