Fußballer erst bewusstlos auf dem Platz, dann im Krankenhaus: „Habe gedacht, ich sterbe“

rnFußball

Der Fußballer, der am Sonntag bei einem Testspiel kurzzeitig das Bewusstsein verlor, konnte das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Die Situation hätte aber noch schlimmer ausgehen können.

Dortmund

, 25.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schreck sitzt Baris Gülen auch am Montag noch in den Gliedern. Beim Testspiel seiner Mannschaft am Sonntag bei der Zweitvertretung des Lüner SV hatte der Kapitän des VfR Kirchlinde II kurz nach dem Anpfiff infolge eines Insektenstichs das Bewusstsein verloren.

So etwas wie in diesem Testspiel habe der 30-Jährige noch nie erlebt, erzählt Baris Gülen kurz nachdem er am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden ist: „Ich war gerade in einem Laufduell als ich gemerkt habe, dass sich irgendein Insekt auf meine Lippe gesetzt und zugestochen hat.“

Nach Stich noch weitergespielt

Noch mitten im Sprint habe er dann einen starken Schmerz wahrgenommen und sei umgehend zur Trainerbank gelaufen. „Ich wusste auch nicht genau, was das jetzt wirklich war. Ich habe dann kurz mit unserem Trainer Hasan Gündüz gesprochen, etwas Wasser getrunken und bin wieder auf den Platz gegangen“, so der Kirchlinde-Kapitän.

Jetzt lesen

Doch schon nach der folgenden Aktion habe sich sein Zustand drastisch verändert. „Wir hatten gerade unseren Angriff beendet und ich war auf dem Weg zurück ins Mittelfeld. Da ist mir dann aber direkt schwindelig geworden und ich habe noch zu Hasan gesagt, dass ich das Gefühl habe, Sterne zu sehen“, erzählt Gülen.

Daraufhin sei sein Mund angeschwollen und er habe Atemprobleme bekommen. „In diesem Moment“, so der 30-Jährige, „hatte ich wirklich das Gefühl, das ich jetzt sterbe. Ich habe kaum noch Luft bekommen und habe dann scheinbar auch schnell das Bewusstsein verloren.“

Mehrere Untersuchungen erforderlich

Um zu verhindern, dass der Offensivspieler seine Zunge verschluckt, hätten zunächst seine Mitspieler und anschließend der herbeigerufene Notarzt umgehend eingegriffen. „Ich habe dann irgendwie wohl einen starken Krampf bekommen und bin froh, dass die Jungs vor Ort mir so geholfen haben“, unterstreicht Gülen.

Erst im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus sei er wieder zu sich gekommen. Dort angekommen habe man noch am Sonntagabend einige Tests gemacht, um die wirkliche Ursache des Vorfalls zu ergründen.

Jetzt lesen

Laut Gülen habe man ihm im Krankenhaus gesagt, „dass ich zumindest keine Allergie oder dergleichen habe. Ich habe dann noch zwei Infusionen bekommen und musste die Nacht sicherheitshalber im Krankenhaus verbringen.“ Stattdessen seien Herz-Rhythmus-Störungen und der enorme Adrenalin-Ausschuss für die starke Reaktion verantwortlich gewesen, so der 30-Jährige.

Am Montagmorgen folgte dann aber die Entwarnung: Gülen befindet sich auf dem Weg der Genesung. „Mir geht es schon deutlich besser, aber ich muss jetzt noch einmal zu meinem Hausarzt und das schlussendlich überprüfen zu lassen. Das will ich auf jeden Fall nicht noch einmal erleben müssen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt