Borchmann: Ich halte es für unprofessionell, dass mir die Entscheidung ohne Begründung gesagt wurde

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FC Brünninghausens Ex-Trainer Maximilian Borchmann ist gar nicht einverstanden mit der Art und Weise, wie ihn der Klub entlassen hat. Auch der Interims-Coach des FCB meldet sich zu Wort.

Dortmund

, 13.10.2019, 20:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Maximilian Borchmann bekam am Samstagabend einen Anruf, mit dem er nicht gerechnet hatte. Der Geschäftsführer Sport des FC Brünninghausen, Klaus-Dieter Friers, hatte den Trainer des FCB kontaktiert, um ihn von seinen Aufgaben freizustellen. Direkt. Beim 3:0-Erfolg in Sinsen saß Borchmann am Sonntag gar nicht mehr auf der Bank.

Noch keine Begründung

„Ich war ganz perplex nach diesem Telefonat, das gerade einmal 30 Sekunden gedauert hat. Eine Begründung habe ich auch nicht bekommen“, sagt Borchmann. Klaus-Dieter Friers stellt klar, dass er am Samstagabend nach der Vorstandssitzung nicht mehr die Chance hatte, sich mit Borchmann persönlich zu treffen.

Er habe ihm während des Telefonats aber gesagt, dass er sich am Montag oder Dienstag mit ihm treffen wolle, um ihm die genauen Beweggründe unter vier Augen mitzuteilen.

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„Ja, das stimmt. Das Gespräch hat er mir angeboten. Ich werde es auch wahrnehmen, um ihm zu sagen, dass die Entlassung nicht korrekt abgelaufen ist. Ich halte es für unprofessionell, dass mir die Entscheidung am Telefon ohne Begründung gesagt wurde. Ein Treffen am Samstagabend hätte es geben müssen“, sagt Borchmann.

Keine positive Entwicklung

Gegenüber unserer Redaktion erklärte Friers, dass die Entwicklung der Mannschaft nicht positiv gewesen sei. Deshalb habe der Vorstand sich am Samstag zusammengesetzt und den Neuanfang ohne Borchmann ausgerufen.

Was den Ex-Coach daran verwundert, ist, dass er erst vor drei Wochen selbst seinen Rücktritt angeboten hatte. „Klaus-Dieter hatte mir aber gesagt, dass er die nächsten Spiele noch abwarten wolle. In der Zeit haben wir unter anderem 1:0 gegen Neheim gewonnen. Ich habe eine positive Entwicklung gesehen“, sagt Borchmann. Friers fand auch die Leistung gegen Neheim nicht ansprechend. „Maxi hat ja keine schlechte Arbeit gemacht. Er war für mich ein Glücklos-Trainer. Erst der Abstieg aus der Oberliga, und auch jetzt lief es nicht rund“, sagt Friers.

Gondrum baut die Aufstellung

Der einzige Spieler, der noch am Samstag über die Entlassung informiert wurde, war Florian Gondrum. „Flo ist unser Kapitän, und wir haben ihn auch gefragt, ob er uns gegen Sinsen unterstützt“, sagt Friers. Gondrum war dann auch für die Aufstellung zuständig. Er wird auch das Training in dieser Woche leiten. Ihm zur Seite stehen Friers und Thomas Behlke.

„Ich werde die Verantwortung so lange tragen, wie es der Verein möchte“, sagt Gondrum. Friers betont, dass er schon ein, zwei Trainernamen im Hinterkopf habe. „Das ist ja meine Pflicht. Es muss sich auch niemand bewerben. Ich weiß, wen ich ansprechen muss“, sagt Friers. Er verfällt deshalb nicht in Eile.

Borchmann guckt sich das 3:0 gegen Sinsen an

Der Rest der Mannschaft hat die Entlassung erst am Sonntag vor der Partie in Sinsen mitgeteilt bekommen. Die Spieler zeigten im Anschluss wohl ihre beste Saisonleistung und gewannen durch Treffer von Hendrik Brauer (29.), Yüksel Terzicik (42.) und Anis El Hamassi (90.+15) mit 3:0.

Borchmann hatte sich die Partie angeschaut. „Ich bin zum Anpfiff gekommen und direkt nach dem Abpfiff gegangen. Ich habe auch keinen Kontakt zu einem Spieler gesucht“, sagt Borchmann. In dieser Woche wird es aber noch zum Kontakt mit Friers kommen.

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