Brisantes Derby in der Westfalenliga: Die alte Liebe, voller Fokus - und Abwesenheit

rnDerby der Fußball-Westfalenliga

Sportlich sind sowohl der Kirchhörder SC als auch der BSV Schüren in der Fußball-Westfalenliga fast schon zum Siegen verdammt. Doch nicht nur die Tallensituation beider Teams birgt Brisanz.

Dortmund

, 02.11.2018, 20:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Allein sportlich bringt das Derby zwischen dem BSV und dem KSC mächtig Brisanz mit: Die schlechteste Defensive (33 Gegentore in 11 Spielen) empfängt die schlechteste Offensive (nur elf Treffer) der Liga. Schlusslicht gegen Drittletzten - und die Rückkehr des Schürener Aufstiegs-Trainerduos Dimitrios Kalpakidis und Daniel Dukic nach dem jähen Ende zu Saisonbeginn und dem Gang nach Kirchhörde.

Kalpakidis fehlt dem Kirchhörder SC gesperrt

Ein wenig von dieser außersportlichen Brisanz ist aber bereits verflogen. Denn: durch die Rote Karte, die sich Kalpakidis vor einigen Wochen in Lennestadt eingehandelt hat, ist er noch immer gesperrt. Und der ehemalige Schürener kündigt an, beim Derby nicht vor Ort zu sein: „Ich hatte eine schöne Zeit beim BSV, aber am Sonntag möchte ich nicht das Thema sein.“

Brisantes Derby in der Westfalenliga: Die alte Liebe, voller Fokus - und Abwesenheit

Am Sonntag wird beim BSV Schüren Arthur Matlik an der Seitenlinie stehen. © Stephan Schütze

Etwas Wehmut klingt noch nach bei Kalpakidis, der „fünf erfolgreiche Jahre in Schüren erlebt und das Limit erreicht“ habe. Sportlich geht es für beide Teams um viel in diesem Duell. „Es ist traurig zu sehen, wo der BSV aktuell steht. Ich bin der Meinung, dass der Kader noch immer eine hohe Qualität hat“, sagt Kalpakidis. „Für Schüren ist es schon ein kleines Endspiel.“

Dukic sitzt am Sonntag auf der Bank

Auch Daniel Dukic ging den Weg vom BSV zum KSC - und er wird am Sonntag vor Ort auf der Trainerbank der Gäste sitzen. „Die gute Zeit, die wir dort hatten, vergisst man natürlich nicht einfach so“, erzählt er. „Aber für beide Teams geht es jetzt knallhart um Punkte, da ist diese Nebengeschichte kein Thema.“ Er freut sich auf altbekannte Gesichter vor und nach dem Derby - und während der 90 Minuten erwartet er ein Duell auf Augenhöhe. „Beide Mannschaften machen momentan viele individuelle Fehler. Aber ich kenne natürlich die Stärken und Schwächen der Schürener, für uns wären es ganz wichtige Punkte.“

Eine ähnliche Auffassung vertritt Artur Matlik, der zunächst gemeinsam mit Dukic und nun mittlerweile alleine den Trainerposten in Schüren ausfüllt. „Wir wollen im Derby eine starke Leistung zeigen“, sagt der BSV-Coach, der zumindest in den Zwischentönen einiger Spieler spürt, dass es noch mal eine Spur besonderer ist. „Eine gewisse Enttäuschung gegenüber den alten Trainern ist zu spüren“, sagt Matlik, der selbst völlig wertfrei auf die Angelegenheit blickt. „Das kann aber für einen zusätzlichen Schub an Motivation sorgen.“

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