Brünninghausen hat viel Freude an Arif Et

Fußball: Oberliga

„Er ist unglaublich fleißig, enorm ehrgeizig und will ständig besser werden.“ Das sagt Alen Terzic, der Trainer des FC Brünninghausen, über seinen Musterschüler Arif Et. Mit seiner Schnelligkeit, seiner Dynamik und seinem Spielverständnis ist der Neuzugang aus Dröschede ein Glücksfall für den Oberliga-Aufsteiger.

von Udo Stark

Dortmund

, 14.02.2017, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Brünninghausen hat viel Freude an Arif Et

Neuzugang Arif Et (l.) ist bisher ein Glücksfall für den FC Brünninghausen.

Und nicht zuletzt ein Garant für Tore. Sein bislang wichtigstes köpfte er am Samstag beim 1:0-Erfolg in Kaan-Marienborn. Kaum vorstellbar, dass ein Mann mit solchen Qualitäten zuvor fünf Jahre in der Landesliga spielte. Schon da rückte er in den Fokus, als er seine Trefferquote von Saison zu Saison steigerte – bis hin zur faszinierenden Rekordmarke von 41 Toren in der letzten Spielzeit.

Et: "In Brünninghausen passt alles"

Der Wechsel in eine höhere Liga war die logische Konsequenz. Und doch hatte er lange gezögert: „Es gab viele Angebote, aber nie hatte mir das Gesamtpaket komplett gefallen. In Brünninghausen aber passt alles. Es war sportlich eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte.“

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Dass er hier weiterhin mit Alen Terzic arbeiten kann, der ihn als Jugendlicher aus Letmathe nach Dröschede gelotst und ihn schon im letzten U 19-Jahr zum Seniorenspieler gemacht hatte, und auch Adil Elmoueden den Weg mit ihm gegangen ist, habe ihm den Entschluss noch erleichtert. „Alen Terzic hatte mir dazu geraten, den Sprung zu versuchen“, berichtet der 24-Jährige, „und Adil ist mein bester Kollege, mit ihm bin ich aufgewachsen und zusammen haben wir uns sportlich im Gleichschritt entwickelt.“ Das merkt man beiden an: auf der linken Außenbahn verstehen sie sich geradezu blind.

Fünf Liga-Tore, drei im Pokal

Bis zum sechsten Spieltag musste Arif Et auf sein erstes Oberligator warten, mittlerweile sind es fünf, plus drei im Westfalenpokal. Trainer und Mitspieler aber hätten ihn nie unter Druck gesetzt. Und auch er selbst habe sich darüber keinen Kopf gemacht: „Ich kenne das ja bei mir: Wenn einmal der Knoten platzt, läuft es von selbst. So war das schon damals, als ich aus der Jugend in den Seniorenbereich gewechselt bin.“

Die Rolle des Top-Torschützen peilt er beim FCB dennoch nicht an, „die gebührt ganz klar Flo Gondrum, während Leon Enzmann und ich auf den Außenpositionen vor allem für die Vorbereitung zuständig sind“. Arif Et stellt sich gerne in den Dienst der Mannschaft, „der Erfolg des Teams“, betont er, „steht immer im Vordergrund.“ Gemeinsam haben sie in der Frühjahrsrunde ein klares Ziel: „Leistungsmäßig sehe ich uns im Mittelfeld der Tabelle. Wenn wir das jetzige Niveau halten, haben wir gute Chancen, uns bald aus der Abstiegszone abzusetzen.“

Zukunft hängt von Arbeit ab

Wie es im Sommer weitergeht, lässt Arif Et noch offen. Bis dahin dauert sein duales Studium bei der Polizei in Hagen, „was danach sportlich passiert, hängt auch davon ab, wo ich künftig arbeiten werde“. In Brünninghausen, betont er, fühle er sich grundsätzlich sehr wohl. „Die Gespräche werden demnächst beginnen. Ich werde mir alles anhören und mich dann in Ruhe entscheiden.“

Nach dem Comeback von Kagan Atalay, der eine Entzündung im Sprunggelenk auskuriert hat, werden in dieser Woche Marcel Stenzel, Kresimir Kegalj und Sebastian Freyni ins Training zurückkehren. Alle Drei hatten in Kaan-Marienborn aufgrund eines grippalen Infektes gefehlt. Das Heimspiel am Sonntag gegen Paderborn II kommt für Florian Gondrum nach seinem dreifachen Bänderriss im Sprunggelenk und Benjamin Bielmeier (Rippenprellung) noch zu früh.

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