Brünninghausen und das Warten auf Gondrum

Fußball: Oberliga

Mit Gondrum wäre das nicht passiert – das war die weit verbreitete Meinung unter den Anhängern des FC Brünninghausen nach dem unglücklichen Pokal-Aus am vergangenen Samstag gegen die TSG Sprockhövel. Ob sie mit ihrer Einschätzung richtig lagen, lässt sich natürlich nicht beantworten.

von Udo Stark

Dortmund

, 09.02.2017, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Brünninghausen und das Warten auf Gondrum

Wann darf Florian Gondrum wieder jubeln? Brünninghausens Top-Angreifer ist nach der Verletzung in der Zwischenrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft noch nicht zurück im Mannschaftstraining.

Fakt aber ist, dass sich die Blau-Weißen gegen den Regionalligisten trotz einer starken Leistung vor allem selbst im Wege standen, indem sie gleich ein halbes Dutzend bester Torchancen ungenutzt ließen. Und es drängte sich tatsächlich der Eindruck auf, als hätte Brünninghausens Top-Stürmer, mit seinen bereits zehn Saisontreffern Vierter der Oberliga-Torjägerliste, auch in diesem Duell den Unterschied machen können.

Vorsichtige Laufübungen

Doch Florian Gondrum versuchte sich vor Anstoß der Partie gemeinsam mit Benjamin Bielmeier bei vorsichtigen Laufübungen. Und das ist schon eine ganze Menge, nur vier Wochen nach seiner in der Zwischenrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft erlittenen Sprunggelenk-Verletzung, bei der drei Bänder gerissen waren. „Das fühlt sich noch nicht wirklich rund an“, befand der 26-Jährige nach dem Mini-Leistungstest, „aber für den Moment muss ich wohl zufrieden sein.“

Das erste Punktspiel des neuen Jahres am Samstag (14.30 Uhr) in Kaan-Marienborn kommt für Gondrum noch deutlich zu früh, eine geringe Chance auf einen Bankplatz sieht er aber bei der Heimpremiere am 19. Februar gegen die U21 des SC Paderborn. „Weitaus realistischer“, vermutet er, „ist eine Rückkehr nach dem spielfreien Karnevals-Wochenende.“ Mit einer dann achtwöchigen Zwangspause seines Mittelstürmers wäre der FCB noch mit einem blauen Auge davon gekommen.

Terzic muss improvisieren

Bis dahin muss Trainer Alen Terzic auf der Gondrum-Position improvisieren – so, wie er es schon gegen Sprockhövel tat, als sich die Neuzugänge Unai Roldan Urbiola (bis zur 70. Minute) und Salomon Tshitungu den Job in der Angriffsmitte teilten. Roldan Urbiola, eher ein offensiver Mittelfeldspieler, mühte sich auf der ungewohnten Position ebenso nach Kräften wie Tshitungu, der sich gegen Sprockhövels Innenverteidigung trotz seiner Schnelligkeit nur selten durchsetzen konnte.

Dafür zeigte sein Trainer allerdings vollstes Verständnis: „Für Salomon war es das erste Pflichtspiel auf diesem Niveau. Er kommt aus der Landesliga, hat auch zuvor weder in der Jugend noch im Seniorenbereich höherklassig gespielt. Von daher darf man die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.“

Tshitungus Zukunft offen

Trotzdem glauben die Verantwortlichen, dass er ihnen angesichts der Abstinenz weiterer verletzter Offensivspieler wie Kagan Atalay und Tim Schrade helfen kann. Wie es im Sommer mit Salomon Tshitungu weiter geht, lässt Brünninghausens Sportlicher Leiter Klaus-Dieter Friers noch offen: „Wir werden in den nächsten vier Monaten die Eindrücke sammeln und dann schauen. Das gilt genauso auch für die anderen Winter-Neuzugänge.“

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