BSV Schüren vor dem Duell gegen Iserlohn: Wenn der am Ball ist, hilft fast nur beten

rnFußball-Westfalenliga

Der BSV Schüren startet die Saison gegen den FC Iserlohn. Der gegnerische Trainer hat vor allem vor einem Spieler Angst.

Dortmund

, 06.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alle Blicke richten sich auf Jonas Acquistapace. Zumindest zu Beginn der Westfalenliga-Partie BSV Schüren gegen den FC Iserlohn (Sonntag, 16 Uhr Schürener Straße 47) dürften die Zuschauer besonders neugierig auf den Hochkaräter in der BSV-Abwehr sein. Der Ex-Profi des VfL Bochum ist wohl der spektakulärste Neuzugang in Amateurfußball-Dortmund. Schürens Trainer Arthur Matlik erläutert, warum die Aufmerksamkeit begründet ist: „Natürlich ist er ein hervorragender Fußballer. Ich schätze aber besonders an ihm, dass er eine ehrliche Haut ist. Ein lustiger Typ zudem!“

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Am Sonntag aber wird es ernst, und nicht nur der prominenteste Spieler steht im Fokus. Denn wer den Trainern zuhört und Glauben schenkt, darf mit einem attraktiven offensiven Spiel rechnen. Und da kommt dann gleich auch Schürens zweiter Top-Akteur ins Spiel: Kamil Bednarski! Gästecoach Max Borchmann, in Dortmund noch bestens bekannt als Trainer des FC Brünninghauen, sagt bewundernd: „Wenn Kamil am Ball ist, hilft fast nur beten. Und dann die Hoffnung, dass er nur den Pfosten trifft.“

Bescheidene Menschen

Beide Protagonisten aber sind bescheidene Menschen. Und sie wünschen, dass doch die Mannschaft im Vordergrund steht. Dabei hilft der Trainer. Matlik bescheinigt dann auch dem gesamten Team eine starke Vorbereitung. Die vergangenen Tage machten ihn aber skeptischer, wofür keiner etwas kann. „Vor einer Woche, hätte ich gesagt: alles super! Jetzt kommen aber doch einige Verletzte dazu.“ Aber: „Wir spielen nach vorne.“ Na also!

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Selbst wenn Björn Menneke (Wadenprobleme) und Valentin dos Santos (Oberschenkel) fraglich sind und Kaan Akcay, Lukas Meyer sowie Jannik Marth allesamt verletzt ausfallen, ändert Matlik nichts an seiner offensiven Denkweise. „Die anderen sind eben alle gut in Form. Wir haben viele neue Inhalte gelernt. Diese wollen wir nun gerne präsentieren.“

Iserlohn aber sei gleich ein starker Gegner: „Sie haben viele gute Neue und können eine gewichtige Rolle in der Liga spielen“, sagt Matlik.

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Was das Spiel angeht, stimmt Borchmann zu, was das Langzeit-Lob Matliks betrifft, ist der FCI-Trainer noch etwas skeptischer: „In Schüren wollen wir mitspielen, intensiven Fußball nach vorne zeigen. Ich denke schon, dass es im Sinne der Zuschauer viele Offensivaktionen gibt. Ich sage aber auch: Wir haben 18 Neue, die schon gut miteinander spielen. Es ist ein Prozess, gemeinsam zu wachsen.“ Borchmann glaubt, dass Schüren mehr Ballbesitz haben wird, „wir also dagegen arbeiten müssen, und dann auch umschalten“.

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Respekt hat der FCI-Coach, aber keine Angst. Dass dies dennoch dazu führt, dass sich die Iserlohner nicht hinten reinstellen, dürfte die Anhänger beider Klubs also freuen. Und vielleicht reden sie nach dem Auftaktmatch noch über ganz andere Spieler.

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