BVB-Chef Andreas Heiermann: "Aufstieg ist nicht Pflicht"

Handball: 2. Bundesliga

Am Dienstag verfolgte Andreas Heiermann das BVB-Spiel bei St. Petersburg, in den nächsten Tagen will sich der Abteilungsleiter der Handballerinnen mit BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball zusammensetzen. Im Gespräch mit Gerd Strohmann sagte er: "Ich werde die Situation erklären und Vorschläge unterbreiten, dann werden wir gemeinsam entscheiden, wo wir hinwollen."

DORTMUND

, 25.02.2014, 23:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Chef Andreas Heiermann: "Aufstieg ist nicht Pflicht"

Werden in Kürze die Linie bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund festlegen: BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball (r.) und Abteilungsleiter Andreas Heiermann.

Nein, sportlich sind wir abhängig von den Mitbewerbern. Und es ist ja klar, dass auf uns ein gehöriger Druck lastet, denn er erschwert unsere Planungen für die nächste Saison schon enorm. Aber noch sind viele Spiele, ich will jetzt von der Mannschaft den absoluten Kampf sehen, es geht jetzt vor allem um eine vorbildliche Einstellung. Dann bin ich zufrieden.

Wenn alle fit und gesund an Bord sind, dann sicher nicht. Aber in einer Situation, in der immer einige Spielerinnen ausfallen oder nicht ganz fit sind, da muss das Team eben immer ans absolute Limit gehen. Das haben wir sicher nicht immer geschafft. Spiele einfach mal über den Kampf zu gewinnen, das ist nicht gelungen.

Nein, ich habe Dr. Reinhard Rauball gerade am Flughafen getroffen. Er hätte sich natürlich den Aufstieg sehr gewünscht. Aber mit den vielen Verletzungen muss man eben nicht zwingend aufsteigen.

Die Beurlaubung war sicher ein kleiner Schock für sie, aber wir werden uns sicher in den nächsten Wochen zusammensetzen. Fakt ist: Alice Vogler ist eine junge Mutter, wir haben auch eine Fürsorgepflicht, ich will sie hier nicht rauswerfen. Wenn Sie Spaß hat, weiter für den BVB zu arbeiten, dann werde ich ihr sicher helfen. Es war ja ohnehin klar, dass sie in der nächsten Saison nicht weiter hier als Cheftrainerin arbeiten wird.

Wir werden uns überlegen, wie es weitergeht. Es gibt genug bei der Borussia zu tun, gerade im Jugendbereich gibt es jede Menge Arbeit. Aber das muss am Ende dann Alice Vogler für sich entscheiden.

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Ja, das ist so vorgesehen. Sie genießt bei allen im Verein das 100-prozentige Vertrauen, sie ist mit einem riesigen Engagement bei der Sache. Jochen Busch, unser sportlicher Leiter, hat mir erzählt, beim 23:31 in Wildungen habe er viel Gutes gesehen, vor allem die Einstellung stimmte.

Das Anforderungsprofil hat zwei ganz entscheidende Punkte: Erstens soll er sehr auf Disziplin und Einstellung achten, zweitens muss er mit jungen Menschen arbeiten können.

Wir suchen eine nachhaltige Lösung, wir wollen perspektivisch arbeiten, er oder sie soll hier in den nächsten drei Jahren etwas entwickeln. Natürlich gibt es auch schon Verhandlungen, aber erst werde ich mit unserem Präsidenten Dr. Reinhard Rauball sprechen. Erst dann beginnt die heiße Phase bei der Trainersuche.

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