BVB-Frauen mit Moral und Charakter zum späten Remis

2. Handball-Bundesliga

Die Stimme war am Tag danach immer noch leicht belegt. „Wir haben 40 Minuten vergessen, Handball zu spielen“, meinte Alice Vogler, und offenbar sorgte nicht nur die Grippe der letzten Tage für diese leichte Verstimmung.

DORTMUND

25.09.2011, 17:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
ATLANTA, GA - JULY 22: Winfried Schäfer of Jamaica celebrates in the final minutes of their 2-1 win over the United States of America during the 2015 CONCACAF Golf Cup Semifinal match between Jamaica and the United States at Georgia Dome on July 22, 2015 in Atlanta, Georgia.   Kevin C. Cox/Getty Images/AFP
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ATLANTA, GA - JULY 22: Winfried Schäfer of Jamaica celebrates in the final minutes of their 2-1 win over the United States of America during the 2015 CONCACAF Golf Cup Semifinal match between Jamaica and the United States at Georgia Dome on July 22, 2015 in Atlanta, Georgia. Kevin C. Cox/Getty Images/AFP == FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Aber es lief eben von Beginn an alles andere als rund. „Wir konnten uns auf unsere Stärke, die Abwehrarbeit, nicht richtig verlassen“, bemängelte Vogler, und die heftige Kulisse in dem Hexenkessel von Wismar habe für ein Spiel sieben gegen acht gesorgt. Und da auch bei den Tempogegenstößen einiges nicht passte, stand es bei Halbzeit 12:15, nach den verflixten ersten 40 Minuten sogar 13:19. Zeit, für Alice Vogler die Notbremse zu ziehen. Die Trainerin stellte auf die offensivere Abwehrvariante 5:1 um, ließ abwechselnd Karina Schäfer und Esther Meyfarth vor der Deckung arbeiten. Und siehe da, das Team kämpfte sich heran, „ich darf der Truppe wirklich ein Kompliment machen, sie hat den Kopf nie hängenlassen“.

Und weil Moral und Charakter stimmten, „das müssen uns andere erst mal nachmachen“, durfte der BVB dann doch noch jubeln: Esther Meyfarth erzielte spät den Ausgleich zum 26:26. Verdient, wie Vogler betont, weil „wir gezeigt haben, dass wir einen Hintern in der Hose haben“. Vielleicht wäre sogar mehr möglich gewesen, aber Kowalska, Vietz und Schlierkamp hatten nicht ihren besten Tag. „Das kann passieren“, meint Vogler, es war ja noch mal halbwegs gutgegangen. 

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