BVB-Frauen siegen nach tollem Kampf in Bensheim

2. Handball-Bundesliga

Alice Vogler war auch am Tag nach dem 30:29-Sieg in Bensheim danach noch geschafft. „Dieses Spiel war extrem“, betonte die BVB-Trainerin, „das Team ist voll und ganz an die Grenzen gegangen, manchmal vielleicht sogar ein wenig darüber“.

DORTMUND

01.04.2012, 19:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Überragend: Svenja Spriestersbach.

Überragend: Svenja Spriestersbach.

Der Einsatz war hoch: Wer im Rennen um den 2. Aufstiegsplatz bleiben wollte, der sollte tunlichst nicht verlieren. Und so entwickelte sich eine Begegnung, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte, in der auf beiden Seiten mit unglaublicher Leidenschaft gefightet wurde. Vogler betonte, sie sei schon vor der Partie sehr positiv gestimmt gewesen, „wir hatten in der Woche super trainiert“, und musste doch erleben, dass ihre Mannschaft trotz spielerischer Überlegenheit einmal mehr eine stattliche Anzahl hundertprozentiger Chancen vergab. Das war aber auch schon der einzige Minuspunkt in diesen 60 Minuten, es blieb viel Raum für Lob. Angefangen bei den Torfrauen, vor allem für die junge Jennifer Weste, die sich bravourös schlug und eine nervenstarke Vorstellung bot. Aber es stimmte auch vor ihr, vor allem Svenja Spriestersbach, die 60 Minuten ohne eine Sekunde Pause auf dem Feld stand, hielt die Abwehr zusammen und nahm auch „im Angriff ihr Herz in die Hand“.

Dennoch war es in der Endphase knapp, sehr knapp sogar, doch dann griffen alle taktischen Maßnahmen. Alice Vogler zog Karina Schäfer vor, diese offene Deckung behagte den Hausherren gar nicht. Und als dann noch Dagmara Kowalska an den Kreis wechselte, war die Verwirrung der Bensheimer komplett: „Sie wussten gar nicht, wo sie den Brand löschen sollten“. Am Ende stand der Sieg, und das muntere Fazit von Alice Vogler: „Jetzt stehen wir gut da.“ Und sie sieht das Team gerüstet für einen Endspurt in der 2. Bundesliga, der bis zum letzten Spieltag höchste Spannung verspricht.

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