BVB-U23 erwartet in Ahlen eine Pflichtaufgabe - ein Topspieler fällt aber sicher aus

Fußball-Regionalliga

Die Vorzeichen sind klar: Die U23 von Borussia Dortmund fährt als Favorit zum Schlusslicht nach Ahlen. Trainer Enrico Maaßen warnt dennoch. Zudem muss der BVB auf einen Topspieler verzichten.

Dortmund

, 13.03.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jubelt Borussia am Samstag wieder? Die BVB-U23 ist bei RW Ahlen klarer Favorit. Trainer Enrico Maaßen warnt trotz der Tabellenlage.

Jubelt Borussia am Samstag wieder? Die BVB-U23 ist bei RW Ahlen klarer Favorit. Trainer Enrico Maaßen warnt trotz der Tabellenlage. © Bielefeld

Der Spitzenreiter reist zum Tabellenschlusslicht. Wirft man einen Blick auf die nackte Statistik, dann dürfte wohl klar sein, wer am Samstag (14 Uhr, August-Kirchner-Straße 14, Ahlen) das Rennen um die drei begehrten Punkte machen wird. Doch Enrico Maaßen möchte sich nicht ausschließlich auf den Tabellenstand fokussieren. Der Trainer der auf Platz eins rangierenden U23 von Borussia Dortmund warnt sogar vor dem Letzten RW Ahlen. Zumal der Borussia ein echter Leader fehlt.

„Man darf nicht nur auf die Tabelle gucken. Man muss auch schauen, wie sich die Mannschaft in den letzten Wochen präsentiert hat. Ahlen spielt mittlerweile sehr aktiv, presst forsch und aggressiv. Wir müssen einen klaren Kopf haben. Das Spiel wird sehr intensiv“, sagt Enrico Maaßen vor dem Auswärtsmatch bei den Rot-Weißen. Dabei verweist der Coach vor allem auf die Ahlener Auftritte in Lotte (6. Februar, 1:1) und in Wiedenbrück (20. Februar, 0:0), in denen der BVB-Gegner zwei Remis holte.

Die Ahlener benötigen in ihrer aktuellen Situation jedweden Zähler. Mit 16 gesammelten Punkten stehen die Rot-Weißen auf Platz 21, haben acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass Rot-Weiß nicht abwartend auf das BVB-Spiel agieren wird – wie zuletzt ein Großteil der Gegner der Borussia – sondern vielmehr aktiv am Spielgeschehen mitwirken möchte.

Maaßen möchte sein Team für beide Fälle wappnen und verweist auf das am vergangenen Sonntag mit 2:0 gewonnene Auswärtsspiel beim FC Wegberg-Beeck, das Auftrieb gegeben habe. „Das war der erste Sieg, den wir sehr spät eingetütet haben. Das fühlt sich natürlich gut an. Es war ein ähnliches Spiel wie im Dezember in Homberg, es war schwierig, fußballerische Lösungen auf einem sehr unebenen Boden zu finden. Die Mannschaft hat sich gut weiterentwickelt, wir haben die Bedingungen gut angenommen und bis zum Ende daran geglaubt, das Spiel zu gewinnen und uns belohnt“, sagt Maaßen.

Agiert der BVB wieder im 3-4-2-1-System?

Bei Wegberg-Beeck agierte der BVB in der Vorwoche wegen mehrerer Ausfälle in einem 3-4-2-1-System mit Richmond Tachie als einziger Spitze. In dieser Woche wird der zuletzt gesperrte Alaa Bakir zurückkehren. Ob Kapitän Steffen Tigges einsatzbereit ist oder wieder den Profi-Kader unterstützt, ist noch ungewiss. „Alaa Bakir ist wieder dabei. Wir sind damit offensiv also wieder etwas variabler besetzt und haben uns etwas einfallen lassen“, sagt Maaßen, der zudem wieder auf Außenbahnspieler Dominik Wanner zurückgreifen kann, der zunächst aber auf der Bank Platz nehmen wird.

Seinen ersten Startelfeinsatz für den BVB verpassen wird dafür am Samstag aber ein echter Leader der Borussia. Sommer-Neuzugang Franz Pfanne fehlt gelbgesperrt. Maaßen betont zwar die Wichtigkeit des laut- und kampfstarken Mittelfeldspielers, erinnert aber auch daran, dass der BVB in Florian Krebs, Marco Hober und Aday Ercan über drei weitere zentrale Mittelfeldspieler verfügt.

„Zweifelsohne ist Franz ein ganz wichtiger Faktor. Aber wir haben auf seiner Position auch Spieler wie Florian Krebs, Aday Ercan und Marco Hober, die alle ihre Qualitäten haben“, so der BVB-Trainer, der trotz des nahenden Topspiels der Borussia am Mittwoch beim Tabellenzweiten RW Essen den Fokus voll auf Ahlen lege. „Wir haben über Essen noch gar nicht gesprochen. Das Spiel ist 0,0 Thema. Wir sind auf die nächste Aufgabe topkonzentriert – und die heißt RW Ahlen. Wir müssen bei uns bleiben und Spiel für Spiel unsere Hausaufgaben machen“, so Maaßen abschließend.

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