BVB-U23 trifft auf Abstiegskandidaten und denkt über einen Formationswechsel nach

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Vor dem Wiederauftakt gegen den abstiegsbedrohten Wuppertaler SV formuliert BVB-II-Manager Ingo Preuß einen klaren Auftrag. Die Aufstellung wird auch von BVB-Trainer Lucien Favre abhängig sein.

von Leon Elspaß

Dortmund

, 25.01.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die (schlechten) Erinnerungen ans Hinspiel sind noch frisch. Als die U23 des BVB im August beim Wuppertaler SV antrat, traf sie allein vierfach Aluminium, vergab darüber hinaus weitere Großchancen – und verlor letztlich mit 0:1 gegen einen Gegner, der eigentlich völlig überfordert war. Vor der zweiten Auflage am Samstag (14 Uhr, Stadion Rote Erde) sagt Manager Ingo Preuß: „Da hätten wir einfach gewinnen müssen. Die Punkte, die wir da abgegeben haben, die fehlen uns jetzt.“

Der BVB, mit 25 Zählern auf Rang acht gelistet, bereitete sich etwas mehr als drei Wochen auf die Restrückrunde vor, unter anderem sieben Tage im portugiesischen Beja. „Ich hoffe“, betont Preuß, „wir sind einen Schritt weitergekommen.“ Taktisch zumindest besteht nun mehr Flexibilität: Von Anbeginn probte Trainer Mike Tullberg das 3-5-2-System als Alternative zum zuvor meist praktizierten 4-3-3 bzw. 4-1-4-1.

Spielt die U23 des BVB in einem 3-5-2 oder 4-3-3?

Gut möglich, dass die Anordnung mit Dreierkette schon gegen die nur knapp über den Abstiegsplätzen stehenden Wuppertaler zum Einsatz kommt.

Da allerdings ja noch Profispieler in den Kader integriert werden könnten, weist Preuß daraufhin, „dass man sich dann vorab überlegen müsste, ob es Sinn ergibt, mit neuem System zu spielen. Mit uns haben sie es ja noch gar nicht trainiert.“ Tullberg wird sich seine Gedanken dazu machen.

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Bis Freitagabend war noch unklar, ob Dortmunds U23 Unterstützung von Lucien Favres Elite-Truppe erhalten wird. Tobias Raschl, Mateu Morey und Leonardo Balerdi sind die üblichen Kandidaten. Freilich: Auch ohne sie wäre der BVB favorisiert. So oder so steht er in der Bringschuld.

„Ein Sieg gegen den Wuppertaler SV wäre nur der Anfang“

„Wir haben einiges gut zu machen“, betont Kaderplaner Preuß. Für Dortmunds junge und unbestritten talentierte Belegschaft gilt es, den wechselhaften Vorstellungen im Vorjahr endlich stabilere und erfolgreichere folgen zu lassen. „Ein Sieg gegen Wuppertal wäre nur der Anfang“, sagt Preuß, der im finanziell klammen WSV schon seit Saisonbeginn einen Abstiegskandidaten sieht. Er weiß jedoch: „Die vielen neuen Spieler, die jetzt hinzugekommen sind, werden alle hoch motiviert sein.“ Mit Pascal Bieler steht zudem zum insgesamt vierten Mal in dieser Saison ein neuer Chef an der Linie.

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Der 33-Jährige, selbst 13 Mal in der Bundesliga aktiv, hatte bereits in der vergangenen Saison für acht Ligaspiele als Interimstrainer fungiert, als der Ex-Trainer des ASC 09 Dortmund Adrian Alipour beurlaubt wurde. Jetzt ist er vorerst bis Saisonende oberster Fußballlehrer in Wuppertal. Während Bieler bis dahin einzig und allein den Klassenerhalt anpeilt, schielt Dortmunds U23 auf die inoffizielle Auszeichnung des besten U23-Teams der Liga – und den sechsten Platz.

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Für den ersten Schritt dorthin kann Tullberg auf fast alle U23-Mitglieder zurückgreifen. Außer dem Gelb-Rot-gesperrten Taylan Duman sowie den langzeitverletzten Haymenn Bah-Traore und Patrick Osterhage sollte keiner fehlen. Auch nicht Chris Führich, der kürzlich gegen Oberligist RSV Meinerzhagen (2:1) angeschlagen ausgewechselt werden musste.

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