Conor O‘Reilly sorgte mit 42 Toren für den Aufstieg des DJK TuS Körne in die Bezirksliga. In dieser Spielzeit sollen es wieder viele Treffer werden. Es gibt aber ein Problem.

Körne

, 15.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Als Conor O‘Reilly vor knapp einem Jahr zum damaligen A-Ligisten DJK TuS Körne wechselte, hatte der Stürmer laut seines Trainers Dominik Grobe „keine sonderlich gute Vorbereitung“. Eine Verletzung ließ O‘Reilly zum Saisonauftakt doch noch in die Startaufstellung rutschen.

Was folgten waren vier Tore gegen den damaligen Bezirksliga-Absteiger SC Husen-Kurl. O‘Reilly setzte so ein erstes Ausrufezeichen in Körne. Viele weitere sollten folgen. Drei Tore am zweiten Spieltag gegen Ay Yildiz Derne, zwei Doppelpacks in den darauffolgenden Spielen gegen NK Zagreb und SV Preussen Lünen – die Liga hatte den 23-jährigen Knipser von da an auf dem Schirm, stoppen konnten sie ihn aber nicht. 42 Tore schoss O‘Reilly in der vergangenen Saison und war damit für mehr als die Hälfte aller Tore des DJK verantwortlich, die den Aufstieg in die Bezirksliga zur Folge hatten.

Zahlreiche Angebote für den Knipser aus Körne

Viele Anfragen von anderen Vereinen gingen darauf hin in Körne ein gab Grobe zu: „Er hatte genug Angebote, das kann ich sagen.“ Doch O‘Reilly entschied sich dafür, in Körne zu bleiben, auch auf Grund der Konstanz im Team. „Es haben mich mehrere Mannschaften kontaktiert, aber dadurch, dass es letztes Jahr hier so gut funktioniert hat und wir als Team zusammen bleiben, will ich hier weiter mit den Jungs spielen und habe mit niemandem gesprochen“, zeigte sich der Waliser überhaupt nicht wechselwillig, ließ sich aber noch eine Hintertür offen.

Conor O‘Reilly - der Wales-Knipser ist die Körner Torgarantie

„Ich würde mich freuen, wenn ich in ein paar Jahren es noch mal höher klassig versuchen kann.“ - Conor O‘Reilly © Nils Foltynowicz

O‘Reilly wurde im beschaulichen Haverfordwest in Wales geboren und kam mit vier Jahren nach Paderborn. Dort wurde er unter anderem beim SC Paderborn ausgebildet und entwickelte seinen Torjäger-Instinkt und geht damit auch selbstbewusst um: „Von zwei Chancen, mache ich auf jeden Fall einen rein. Wenn ich einen guten Tag habe, geht noch mehr.“

O‘Reilly: „Der Torinstinkt hat viel mit Training zu tun.“

Doch der Wales-Knipser betont auch, dass es nicht nur eine einfache Gabe ist, sondern auch trainiert werden kann. „Der Torinstinkt hat viel mit Training zu tun. Man muss halt auch einfach den Kopf ausschalten, wenn man einen Ball vor dem Tor kriegt und sich total fokussieren“, erklärt er. Auch Grobe schlägt in dieselbe Kerbe und lobt seinen Stürmer: „Connor hat einen Instinkt vor dem Tor, den so nur ganz, ganz wenige haben. Dadurch ist er unglaublich wichtig für uns, da er nur ganz wenig Chancen braucht, um zu treffen.“

Seinen Torinstink will O‘Reilly, dessen fußballerischen Vorbilder Englands Torjäger Harry Kane und Wales Aushängeschild Gareth Bale sind, auch in der anstehenden Bezirksliga-Saison nutzen, um den Klassenerhalt mit dem DJK zu schaffen.

Freiwilligendienst in Afrika mitten in der Saison

Eine konkrete Zahl an Toren wollte der Kulturwirt-Student nicht als Ziel ausgeben, aber „zweistellig zu treffen, wäre schön“, gab der Torjäger an. Was nach ordentlichem Understatement nach 42 Toren in der vergangen Saison klingt, hat aber auch damit zu tun, dass der Waliser dem Aufsteiger für ganze sechs Monate fehlen wird.

Von Oktober bis März ist O‘Reilly zum Freiwilligendienst in Afrika. Da aber auch die Winterpause in die Zeit seines Fehlens fällt, wird die Körner Torgarantie zum Schlussspurt der Saison wieder mit an Bord sein, um mit seinen Toren dem DJK zu helfen.

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