Corona-bedingte Spielabsagen: Verantwortung liegt nur bei einer Instanz

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Die Saison im Amateurfußball ist mittlerweile in vollem Gange. Trotz klarer Vorgaben gibt es immer wieder Fragen zum Umgang mit möglichen Corona-Verdachtsfällen. Eine Instanz ist dabei entscheidend.

Dortmund

, 23.09.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Befürchtungen vor dem Saisonauftakt waren groß. Würde es an den Wochenenden aufgrund der Corona-Krise regelmäßig Spielabsagen hageln? Wie soll ein gleichmäßiger Saisonbetrieb stattfinden können und kann die Spielzeit überhaupt fair durchgezogen werden?

Nach den ersten drei Spieltagen zieht man beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hierzu ein positives Zwischenfazit. Derweil sorgt das Vorgehen bei einer Spielabsage vom vergangenen Wochenende für erneute Unklarheiten.

Klare Regeln für Umgang mit Verdachtsfällen

Von den knapp 200 überkreislichen Partien, die in den ersten drei Wochen der neuen Amateurfußball-Saison auf dem Programm standen, seien bislang lediglich neun aufgrund von Corona abgesagt worden, erklärt Manfred Schnieders, Vizepräsident des FLVW. „Das ist insgesamt eine vernünftige Entwicklung. Wir haben vor Beginn der Spielzeit ehrlicherweise deutlich mehr Spielabsagen befürchtet“, so Schnieders.

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Vor dem Start der neuen Saison hatte der Verband bezüglich der anhaltenden Corona-Pandemie ausführliche Vorkehrungen für den Spielbetrieb getroffen. Unter anderem wurden vermeintlich klare Vorgaben für den Umgang mit der etwaigen Absage von Spielen getroffen. Dazu gehört die Regel, dass ein Spiel umgehend verlegt werden muss, sollten bei einem der betroffenen Vereine drei oder mehr positive Corona-Fälle auftreten.

„Der Verein ist dann verpflichtet, uns diese Entwicklung umgehend mitzuteilen, damit entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden können“, so der Vizepräsident. Eine Spielabsage kann allerdings auch andere Ursachen haben. Das zeigt ein Fall vom ersten Spieltag.

Zuversicht für weiteren Saisonverlauf

Weil die Frau eines Trainers im Verdacht stand, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, und sowohl sie als auch der Trainer noch auf das ausstehende Testergebnis warten mussten, wurde das geplante Pflichtspiel vorläufig abgesagt.

Laut Schnieders eine reine Vorsichtsmaßnahme: „Grundsätzlich hängt die Durchführung eines Spiels in so einem Fall immer von den Testergebnissen ab. Da der Trainer in der Woche vorher natürlich Kontakt zu seinen Spielern hatte, sein Ergebnis allerdings noch ausstand, wurde das Spiel letztlich verschoben.“

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Schlussendlich seien die zuständigen Staffelleiter die entscheidende Instanz. Diese würden am Ende darüber urteilen, ob die Durchführung eines Spiels vertretbar ist oder nicht - abhängig von den jeweils geltenden behördlichen Richtlinien.

Fernab der jüngsten Spielabsagen ist man beim Verband dennoch zufrieden mit der stückweisen Rückkehr zum eigentlichen Pflichtspielbetrieb. Für den weiteren Verlauf der Saison zeigt sich Schnieders daher optimistisch: „Wenn es so weiterläuft wie bisher, bin ich zuversichtlich, dass wir die Saison wie geplant durchführen können.“

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