Corona-Fall bei Dortmunder A-Ligist: Kompletter Trainingsbetrieb eingestellt

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Bei einem Dortmunder A-Ligisten ist ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dieser war zuvor noch in einem Testspiel aktiv. Der Verein leitete umgehend drastische Maßnahmen ein.

Dortmund

, 17.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in den vergangenen Wochen weltweit wieder spürbar an. Auch vor dem Dortmunder Amateurfußball macht das Virus keinen Halt. Jetzt wurde ein Spieler aus der Kreisliga A positiv auf Corona getestet. Dieser hatte zuvor noch in einem Testspiel mitgewirkt.

Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der positiven Corona-Fälle auch in Deutschland mittlerweile wieder stetig ansteigt, war diese Nachricht beinahe zu erwarten. Ein Amateurfußballer aus Dortmund hat sich mit dem Virus infiziert - er gehört zur Mannschaft des A-Ligisten BSV Schüren II.

Alle Spieler zum Test geschickt

„Der Spieler fing Mitte der vergangenen Woche an, über Schnupfen und Husten zu klagen. Am Freitag ist er dann zum Corona-Test gegangen und am Samstag kam der Bescheid, dass er sich tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hat“, erklärt der Vorsitzende des BSV Schüren Peter Seifert.

Noch am Sonntag zuvor (9. August) kam der betroffene Spieler im Testspiel bei der dritten Mannschaft von Alemannia Kamp zum Einsatz. „Nachdem wir von dem positiven Test erfuhren, haben wir sofort das Gesundheitsamt Dortmund, die weiteren zuständigen Stellen und natürlich auch Kamp über den Corona-Fall informiert“, so Seifert.

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Der Vorteil sei, dass der erkrankte Spieler schon in der Woche nach dem Testspiel nicht mehr beim Training gewesen war und deshalb die Gefahr, dass sich weitere Spieler aus Schüren infiziert haben, relativ gering sei. „Wir haben aber vorsorglich alle Spieler, Trainer und Betreuer aus der zweiten Mannschaft, die ebenfalls bei der Partie gegen Kamp mitgewirkt haben, am Sonntagmorgen zum Test geschickt“, betont Seifert.

Spätestens am Dienstag erwarte man die dazugehörigen Ergebnisse. Bis dahin, so Seifert, seien alle Spieler in häusliche Quarantäne geschickt worden. „Man muss dabei auch einmal sagen, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden wirklich gut funktioniert hat. Da waren auch am Wochenende alle notwendigen Stellen gut zu erreichen. Das war vorbildlich.“

Gesundheit hat absoluten Vorrang

Um dennoch eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, habe man vorerst den kompletten Trainingsbetrieb der Fußballabteilung eingestellt. „Hier findet jetzt erstmal gar nichts statt. Bis mindestens Mittwoch werden die Mannschaften nicht trainieren“, erklärt Seifert.

Bei den Spielern stieß das Vorgehen laut dem Vorsitzenden auf breite Zustimmung. Letztlich sei allen bewusst, dass das Fußballspielen zunächst gänzlich egal sei und die Gesundheit in einem solchen Fall zweifelsohne vorgehe.

Unterdessen haben sich die Symptome bei dem erkrankten Spieler Seifert zufolge glücklicherweise nicht verschlimmert. Erfreulich sei außerdem, dass die Corona-Tests bei der Familie des Spielers allesamt negativ ausgefallen sind.

„Wir sind deshalb zuversichtlich, dass bei uns in diesem Zusammenhang auch keine weiteren Fälle diagnostiziert werden. Sollte dieser Umstand allerdings doch eintreten, so haben wir schon den zweiten und dritten Schritt geplant“, betont Seifert.

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