Coronakrise: Fußballkreis unterstützt Vereine für gute Jugendarbeit

rnFußball in Dortmund

Viele Vereine bringt die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten. Der Fußballkreis Dortmund hat sich etwas überlegt, wie er die Vereine zumindest ein bisschen unterstützen kann.

Dortmund

, 12.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Zeiten von Corona sind Vereine über sämtliche finanzielle Hilfe dankbar – auch wenn sie vielleicht nur einen Tropfen auf den heißen Stein ist. Bei einigen Klubs muss jeder Euro umgedreht werden. Um hierbei ein klein wenig zu unterstützen, entwickelte der Kreisjugendausschuss eine Idee.

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Im Jahr 2018 entstand ein Solidartopf im Jugendbereich: Ein Topf, in dem Vereine, die keine Jugendarbeit betreiben, eine Summe einzahlen. „Davon sollen die Vereine profitieren, die eine umfassende und gute Jugendarbeit betreiben“, erklärt Andreas Edelstein, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses.

Entstandener Betrag wird vom Kreis verdoppelt

Die Summe, die in den Topf gelangt, hängt von der Liga ab. Sprich: Der TuS Bövinghausen aus der Landesliga zahlt einen anderen Betrag als der MSV Dortmund, der in der Kreisliga C spielt. „Der Betrag, der hierbei herauskommt, wird dann vom Kreisverband aufgestockt – meist verdoppelt – und soll nach jeder Saison ausgeschüttet werden“, erklärt Edelstein das Prinzip.

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Im vergangenen Jahr tat sich der Ausschuss jedoch schwer, genaue Kriterien zu ermitteln, welcher Verein welche Summe bekommt. „Dabei wollten wir nicht jeden Verein gleich belohnen, da es ja ein Unterschied ist, wenn ein Klub drei oder 15 Jugendteams unter seinem Dach versammelt“, beschreibt der Vorsitzende.

Beträge von 50 bis 125 Euro an die Vereine ausgeschüttet

Daher frierte der Kreisjugendausschuss das Geld zunächst ein und zahlte nach Ende der Spielzeit 2018/2019 erstmal keine Beträge aus. Nun aber, in der schwierigen Zeit, in denen viele Vereine finanziell auf dem Zahnfleisch gehen, entschieden sich die Offiziellen, einen Teil aus den gesammelten Geldern zu nehmen und diesen an die Klubs auszuschütten.

Und dies wird wie folgt verteilt:

  • Klubs mit einer bis fünf Mannschaften bekommen insgesamt 50 Euro
  • Klubs mit sechs bis zehn Mannschaften bekommen insgesamt 75 Euro
  • Klubs mit elf bis 15 Mannschaften bekommen insgesamt 100 Euro
  • Klubs, die mehr als 16 Mannschaften im Spielbetrieb haben, bekommen insgesamt 125 Euro.

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„Damit wurden auf diese Weise insgesamt etwa 5500 Euro ausgeschüttet“, sagt Edelstein, der auch auch meint: „Uns ist klar, dass die Teams davon nicht reich werden, aber es soll eine kleine Unterstützung sein. Es ist mehr eine gute Geste, ein Handschlag. Wir versuchen, dass was wir können.“

Der Vorsitzende des Kreisjugendauschusses wählt diese Worte auch, weil er weiß, dass der Kreis wegen seiner Gemeinnützigkeit kaum Möglichkeiten hat, die Vereine zu unterstützen.

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