Dämpfer für den OSC - Höchsten vergibt Chance

Handball: Verbandsliga 2

Die Berg- und Talfahrt des Handball-Verbandsligisten OSC Dortmund geht weiter. Nur eine Woche nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Siegen folgte am Sonntagabend der herbe Dämpfer: Bei Westfalia Herne kassierte der OSC eine deftige 24:34-Niederlage.

DORTMUND

, 22.03.2015, 23:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jürgen Lepine (r.) konnte dem OSC gegen Herne nur 20 Minuten lang helfen.

Jürgen Lepine (r.) konnte dem OSC gegen Herne nur 20 Minuten lang helfen.

"Wir sind ins offene Messer gelaufen", ärgerte sich Trainer Thorsten Stoschek. Er hatte sein Team eindringlich darauf hingewiesen, dass Spiele in Herne nicht nur wegen der harzfreien Halle zu den unangenehmsten Aufgaben gehören.

Linie verloren

Auch andere Spitzenmannschaften hatten das schon erleben müssen. "Wir wollten einfache Dinge spielen, um uns damit Sicherheit zu holen", sagte Stoschek - der Plan hielt nicht lange. Um genau zu sein: Neun Minuten lang, bis zum 3:4 aus Dortmunder Sicht. "Danach verlieren wir unsere Linie", berichtete Stoschek.

Die Ballverluste des OSC bestrafte Herne, die Mannschaft aus der unteren Tabellenmitte, mit Tempogegenstößen. Mit 10:3 führten die Hausherren nach 17 Minuten, mit 20:9 zur Pause.

Personelle Probleme

Der OSC versuchte zu reagieren, änderte die Deckung, spielte mit zwei Kreisläufern, nichts half. Zudem waren die personellen Möglichkeiten begrenzt: Rückraumspieler Patrick Hoffmann mussten wegen Adduktorenproblemen 60 Minuten lang zusehen, Außen Jürgen Lepine schied nach 20 Minuten wegen einer Verletzung aus.

OSC: Stumpf, Brüske; Bonkowski (2), Lepine, Hoffmann (n.e.,), Schürmann (1/1), Bratzke (6), Edeling, Bekston (1), Hümmecke (2), Lichte (7), Schmitz (5)

 

TuS Borussia Höchsten - HSV Plettenberg/Werdohl 31:34 (13:17) – Die Emotionen nach dem Abpfiff sprachen Bände. Während die Hausherren mit hängenden Köpfen Enttäuschung pur verbreiteten, gehörte die Bühne den Sauerländern, die mit ihrem zahlreichen und lautstarken Anhang einen richtungsweisenden Sieg im Rennen um den Klassenerhalt feierten.

Für die Borussen wird die Verbandsliga-Luft immer dünner. "Aus eigener Kraft können wir es jetzt nicht mehr schaffen", musste Höchstens Coach Tobias Genau konstatieren.

Höchsten: Löffler, Theunissen (ab 17.); Drees (1), Brenscheidt (3), Grotemeyer, Austermann (1), Genau (11/1), Pnhorst (1), Fischer (8/2), Sürig (2), Leimbrink (4), Pfänder, Jörres

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