Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Am Montag hat Daniel Sekic zum ersten Mal als Chef-Coach den Fußball-Oberligisten ASC 09 trainiert. Und er hat einen neuen „Co“ mitgebracht. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Start.

Aplerbeck

, 16.10.2018 / Lesedauer: 4 min

Sieben Spiele lang war Samir Habibovic als Interims-Coach für den ASC 09 verantwortlich, am Montag übernahm dann Daniel Sekic. Hier erfahren Sie alles über die aktuelle Situation des ASC und über den neuen Trainer.


Wie sieht das neue Trainer-Team aus? Daniel Sekic bringt in Dave Marnold einen Co-Trainer mit. Aus dem alten Team ist nur noch Georgios Tatsis übrig. Denn Dominik Kemler steht als Co-Trainer nicht mehr zur Verfügung, dafür aber weiter als Spieler.


In welcher Form übernimmt Sekic das Team? Unter Interims-Coach Samir Habibovic hat sich das Team bis auf Platz fünf vorgearbeitet, liegt nur drei Zähler hinter dem Tabellenzweiten Westfalia Rhynern. Rang zwei berichtigt am Ende der Spielzeit zum Aufstieg in die Regionalliga. In der vergangenen Spielzeit fehlte dem Team genau ein Zähler zum sensationellen Gang in die nächst höhere Klasse.

Wie häufig hat der neue Coach den ASC in den vergangenen Wochen beobachtet? Er oder sein Co-Trainer waren bei jedem der vergangenen sieben Partien dabei. „Uns hat vor allem der 4:0-Erfolg gegen Schermbeck imponiert“, sagt Sekic. Es war nicht die Höhe des Erfolges, die sie so beeindruckt hat, sondern der Charakter der Mannschaft. „Trotz der 4:0-Führung ziehen alle Spieler in der 88. Minute noch Sprints an. Das war schon gut mit anzusehen.“


Warum hat der Klub eigentlich sieben Spiele lang auf Sekic gewartet? Der Sportliche Leiter Samir Habibovic ist zu 100 Prozent von Sekic überzeugt. Beide haben sich bei einem Trainerlehrgang kennen gelernt. „Daniel war mein Wunsch-Trainer, deshalb habe ich nach dem Abgang von Adrian Alipour nach Wuppertal gerne auf ihn gewartet“, so Habibovic.


Steht der Coach durch den geleisteten Vertrauensvorschuss unter Druck? Er selbst sagt ganz klar: Nein. „Es gibt Niemanden und Nichts, was mir mehr Druck machen kann als ich mir selbst. Ich will immer das Maximale erreichen und gebe dafür alles, verlange auf der anderen Seite dafür von meinen Spielern sehr viel“, sagt Sekic.


Welches Spielsystem bevorzugt der Trainer? Zuletzt trat der ASC 09 in einer 4-1-4-1-Grundordnung auf. Sekic bevorzugt ein 4-4-2. Er sieht aktuell aber keinen großen Bedarf, das Team umzukrempeln. „Die Jungs spielen erfolgreich, deshalb ist es erstmal meine Aufgabe, dass sie sich weiter wohlfühlen. Und wenn sie sich aktuell im 4-1-4-1 wohlfühlen, werden wir auch so spielen.“

Daniel Sekic startet beim ASC 09 Dortmund: Der neue Trainer setzt auf Leistungsdiagnostik

Daniel Sekic (M.) leitete am Montagabend zum ersten Mal das Training in Aplerbeck. © Nils Foltynowicz

Wie sieht der Spielstil der Zukunft des ASC aus? Der ASC 09 ist für seine starke Defensive und sein gutes Umschaltspiel bekannt. Die Konkurrenz hat sich aber darauf eingestellt und steht gegen den ASC 09 jetzt tiefer als noch im Vorjahr. Deshalb möchte Sekic das Aplerbecker Spiel weiter nach vorne verlagern. Es soll kontrollierter gespielt werden, mehr in die Schnittstellen. „Mit Paul Stieber, David Spies, Kevin Brümmer und Maximilian Podehl haben wir exzellente Leute, um offensiver zu agieren“, sagt der Coach.


Wie schnell möchte der Trainer seine Spielidee durchbringen? Nach und nach. In der Vorbereitungszeit zur Rückserie hat er die große Chance, dem Team intensiver zu vermitteln, welche Art Fußball er gerne spielen lassen will.


Greift er auch auf Videoanalysen zurück? Sekic ist totaler Fan von Videoanalysen. Er möchte alle verfügbaren Mittel ausschöpfen, um das Team besser zu machen. Er wird dafür die Leistungsdiagnostik einführen. Seine Spieler werden mit Pulsmessgeräten ausgestattet. Er selbst wertet die Daten aus und schaut, wie belastbar seine Spieler sind.


Wo wohnt eigentlich Sekic? In Reken. Die Gemeinde gehört zum Kreis Borken und hat rund 15.000 Einwohner. Reken liegt 70 Kilometer von Dortmund entfernt.


Was macht der Coach beruflich? Er ist Geschäftsführer eines Unternehmens für Personaldienstleistungen mit Hauptsitz in Reken und Filialen in Recklinghausen, Duisburg und Berlin.


Wie bringt er zeitlich Familie, Firma und den Fußball unter einen Hut? „Zuerst habe ich meine Frau gefragt“, sagt Sekic. Nachdem die ihr Okay für den Job gegeben hat, hat er sich mit den weiteren Geschäftsführer des Unternehmens abgesprochen. „Zum Glück sind die alle genauso fußballverrückt wie ich und haben zugestimmt. Denn eins steht fest: einen Oberligisten zu trainieren, kommt einem Halbtagsjob gleich.“


Wann feiert Sekic seine Premiere an der Seitenlinie? Schon am Mittwoch (19.30 Uhr) im Pokalspiel beim C-Ligisten TuS Kruckel.

Lesen Sie jetzt