Das Bollwerk des Fußball-Oberligisten ASC 09 droht gegen Paderborn gesprengt zu werden

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Der ASC 09 eilt in der Fußball-Oberliga von Sieg zu Sieg, hat den Aufstiegsplatz direkt in Sichtweite. Sonntag droht gegen den SC Paderborn II aber ein wichtiger Spieler auszufallen.

Dortmund

, 18.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Innenverteidigung des ASC 09 Dortmund ist aktuell wieder furchteinflößend. Wer von den Gegnern vor Jan Friedrich und Maurice Buckesfeld auftaucht, steht im Schatten. Friedrich ist 1,97 Meter groß, Buckesfeld 1,94 Meter. Erst in der Rückrunde haben beide wieder zusammengefunden und haben das Bollwerk der Vorsaison gebildet. Jetzt droht es gegen den SC Paderborn II (Sonntag, 15 Uhr, Neuenbekener Straße 25, 33104 Paderborn) gesprengt zu werden.

Jan Friedrich hat sich am Mittwoch in der Partie gegen den TuS Erndtebrück (3:1) eine Oberschenkelverhärtung zugezogen. Donnerstag und Freitag lag er beim Physiotherapeuten. Die Verhärtung wurde gewärmt, die umliegende Muskulatur massiert, damit sie schön geschmeidigt bleibt. Im Anschluss wurde der Oberschenkel getaped. „Es gibt einen Funken Hoffnung, dass ich am Sonntag dabei bin. Sonntagmorgen gehe ich noch einmal zum Physio, dann weiß ich mehr“, sagt Friedrich.

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ASC-Coach Daniel Sekic geht erstmal nicht davon aus, dass sein Innenverteidiger gegen Paderborn dabei ist. „Wir gehen hier überhaupt kein Risiko ein. Besteht ein Restrisiko, schone ich Jan lieber für den Saisonabschluss gegen Schalke“, sagt der Trainer. Dann würde Mike Schäfer wieder in die Innenverteidigung rücken, wie er es schon so oft in dieser Saison getan hat.

Für Jan Friedrich begann die Saison nämlich nicht so gut. Gleich zu Beginn kugelte er sich die Schulter aus, fiel drei Monate aus. Er benötigte seine Zeit, um sich an das Niveau seiner Mitspieler heranzuarbeiten. In der Rückrunde war er wieder soweit und Daniel Sekic kam nicht mehr an dem 22-Jährigen vorbei. „Auch in der Zeit, in der ich nicht viel gespielt habe, war der Coach für mich da. Er hat viel mit mir geredet, mir Mut zugesprochen. Ich habe ihm immer vertraut“, sagt Friedrich.

Es hat sich gelohnt. Er gehört wieder zum Stamm, ist neben Buckesfeld gesetzt, Schäfer ist ins Mittelfeld aufgerückt. „Die beiden Jungs machen es hinten richtig gut“, sagt Sekic. Die Spielweise der beiden Innenverteidiger hat sich im Vergleich zur Vorsaison komplett verändert. Ihr alter Aufgabenzettel: Zweikämpfe gewinnen und schnell den Ball weiterleiten. Ihr neuer Aufgabenzettel: Zweikämpfe gewinnen und das Spiel von hinten heraus aufbauen.

„Wir nehmen dadurch viel mehr am Spielgeschehen teil, haben viel mehr Ballbesitz. Unsere Aufgabe im Aufbauspiel ist es, den Ball in die nächste Ebene zu bringen. Zu unseren Mittelfeldspielern Paul Stieber, Pierre Szymaniak oder Mike Schäfer“, erklärt Friedrich.

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So soll am Sonntag auch der zehnte Erfolg in Serie eingeleitet werden. Egal ob mit oder ohne Friedrich. „Unser Kader ist stark genug, um auch den Ausfall von Jan zu kompensieren. Ich werde sowieso wieder rotieren“, sagt der Coach. Es ist stark damit zu rechnen, dass Maximilian Podehl, Daniel Schaffer und Paul Stieber wieder in die Startelf rücken. Das Ziel ist klar: Mit einem Sieg soll auch noch am letzten Spieltag gegen den FC Schalke 04 II der Traum vom Aufstieg Bestand haben. Aktuell liegt der ASC zwei Zähler hinter dem Tabellenzweiten TuS Haltern, der trifft am Sonntag auf RW Ahlen, eine Woche später auf Westfalia Rhynern.

„Wir setzen Haltern weiter unter Druck, aber die Chancen auf den Aufstieg stehen bei 70:30 für Haltern. Die haben eine abgeklärte Truppe, die mit so einer Situation umgehen kann. Kommen sie aber ins Zittern, sind wir da“, sagt Sekic.

Er denkt aber noch nicht an den letzten Spieltag. Er denkt nur an die Partie gegen Paderborn. „Das ist eine sehr starke Truppe. Die stehen nicht umsonst auf Rang drei der Rückrundentabelle. Die versuchen in allen Räumen zu pressen und den Spielaufbau zu stören. Da müssen wir geduldig bleiben und Lösungen finden“, sagt Sekic. Im Hinspiel ist das dem ASC gut gelungen. 3:1 hieß es am Ende für den ASC.

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