Das Team von Sport-Live bringt die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in eure Wohnzimmer

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Uwe Kisker und das Team von Sport-Live e.V. übertragen die Hallenfußball-Stadtmeisterschaften seit Jahren live. Auch Freitag und Samstag aus der Helmut-Körnig-Halle. Wie machen sie das?

Dortmund

, 10.01.2020, 07:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Team von Sport-Live bringt die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in eure Wohnzimmer

Uwe Kisker (oben) im Interview mit Marco Nagel und das Sport-Live-Team (unten).Schütze © Stephan Schuetze

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Das Telefon klingelt. Ein kurzer, skeptischer Blick. Die Nummer, die auf dem Display erscheint, ist nicht eingespeichert. Dennoch geht er ans Smartphone. Vor Uwe Kisker stehen sieben Stunden Live-Übertragung.

Erklärungen gehören dazu

Der Dortmunder Moderator wirkt dennoch tiefenentspannt, hat aber einen fokussierten Blick. Ein Anruf bringt ihn da nicht aus der Ruhe. Ein Bekannter war dran, wollte wissen, wo er die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in diesem Jahr sehen kann. Kisker hilft freundlich weiter, erklärt es ihm. „Das gehört dazu“, sagt er.

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Kisker ist seit über 30 Jahren im Geschäft. Er ist Verwalter, Organisator, Moderator, Kommentator. Er hat die Ruhe weg, freut sich aber an diesem Freitag auf die Live-Übertragung der Zwischenrunde aus der Halle Wellinghofen. Kisker überträgt mit seinem Verein Sport-Live, der in der Vor- und Zwischenrunde der 36. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft aus den Hallen Huckarde und Wellinghofen live übertragen hat.

Reaktionen begeistern

„Was mich so begeistert, sind die Reaktionen der Zuschauer“, erklärt er seinen persönlichen Antrieb. „Im letzten Jahr haben Leute auf der ganzen Welt die Stadtmeisterschaft verfolgt!“

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In diesem Jahr war es nun erstmals so, dass wirklich alle Spiele der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft live im Internet zu sehen waren. Auch dank Kisker und Sport-Live, die sich in zwei Hallen einer großen Aufgabe gestellt hatten. Der Verein hat dafür neun Kameras im Einsatz.

„Für solche Geschichten, wo wir zwei Live-Produktionen an einem Tag machen, haben wir 15.000 Euro investiert, damit wir parallel in zwei Hallen sein können“, erklärt er. 16 Leute sind in beiden Hallen unterwegs, elf in Wellinghofen, fünf in Huckarde.

Vier Leute im Ü-Wagen

Die beiden Hallen sind die einzigen in der Vor- und Zwischenrunde, die es aufgrund ihrer Größe für das Team von Kisker zulassen, dort live zu senden. Vor der Halle Wellinghofen steht dafür sogar ein Übertragungswagen, in dem vier Leute sitzen, sich um unterschiedlichste Dinge kümmern, während in Huckarde mit mobiler Technik gearbeitet wird.

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Dafür musste das Sport-Live-Team über 800 Meter Kabel verlegen. Da kommen für das Team von Kisker Tage zusammen, die um 10 Uhr morgens beginnen und erst um 23 Uhr beendet sind. Alles in diesen drei Wochen für die lokalen Fußballfans. Amateurfußball übertragen auf Profi-Niveau.

„Wir sind das Mittelding“

„Wir sehen uns nicht als Profis. Wir sind Profis und Amateure – genau das Mittelding“, erklärt Kisker. Er macht mit seinem Verein die Übertragungen, die bei den großen Sendern nicht produziert werden, die Veranstalter nicht bezahlen könnten.

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„Wir sind genau das Mittelding und können dadurch erfolgreich arbeiten, weil wir das Ganze ehrenamtlich machen.“ Jeder hat bei dem Übertragungsverein seine Aufgabe, kennt genaustens seine Abläufe. „Da ist jeder wichtig“, betont Kisker.

Fokus auf der Endrunde

Für Kisker liegt jetzt der Fokus auf der Endrunde. Eine erneute Mammutaufgabe, die er mit seinem Team bewältigt. Acht Kameras im Einsatz, alles in höchster Auflösung, 15 Mitarbeiter an der Arbeit. „Wenn man eine gute Mannschaft hat, ist man auch sehr erfolgreich“, betont der Entertainer über sein Team, das einen traurigen Verlust hinnehmen musste.

Gerd Schulz, langjähriges Mitglied des Vereins und Helfer bei allen Veranstaltungen, verstarb einen Tag nach Ende der Zwischenrunde, bei der er noch in Wellinghofen mitwirkte. Ein Schock für den Verein, der über Facebook mitteilt: „Wir trauern um einen wertvollen Menschen und guten Freund.“

Lieblinsvereine?

Welcher Mannschaft wünscht Kisker persönlich in diesem Jahr in der Helmut-Körnig-Halle-den Stadtmeisterschaft-Titel? „Ich gönne es gerne den Vereinen, die nicht hochklassig spielen“, sagt Kisker, „die sympathische Spieler haben. Das sind im Herzen meine Lieblingsvereine“, lässt er sich keinen konkreten Tipp entlocken.

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