Lebloser ASC 09 unterliegt Paderborn II - Trainer Tim Schwarz steht wohl vor der Ablösung

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Der ASC 09 hat sich mit einem leblosen Auftritt und dem schwachen Rang 15 in die Winterpause verabschiedet. Das 1:2 gegen den SC Paderborn II war kein Bewerbungsschreiben für Trainer Tim Schwarz.

Dortmund

, 15.12.2019, 18:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tim Schwarz klatschte alle ASC-Spieler nach dem 1:2 gegen den SC Paderborn II ab. Ein bisschen sah es nach Abschied aus. Und alles spricht dafür, dass es auch das letzte Spiel von Tim Schwarz als Trainer des Fußball-Oberligisten war.

Seit sieben Partien ist er für den ASC verantwortlich – und nur das erste gewann der ehemalige Coach der zweiten ASC-Mannschaft. Insgesamt fünf Punkte sammelte er in den sieben Partien ein. Das ist ein schwacher Schnitt von 0,7 Punkten pro Spiel.

Die Entscheidung fällt Mitte der Woche

Mitte der Woche wollen sich die Sportliche Leitung um Samir Habibovic und Tim Schwarz zusammensetzen und eine Entscheidung fällen. „Wir müssen schauen, ob es Sinn ergibt, in dieser Konstellation weiterzumachen“, sagt Schwarz. Er klingt nicht danach, als gehe er zu 100 Prozent davon aus, dass es für ihn weitergehe. Habibovic hielt sich auch bedeckt. „Wir klären das unter der Woche und geben dann das Ergebnis bekannt.“

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Wer die 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn am Sonntag live miterleben musste, sah eine über weiten Strecken ganz schwache und leblose Aplerbecker Mannschaft. Erst nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Daniel Schaffer (69.) wachte das Team ein bisschen auf, ohne zwingender zu werden.

Die Mannschaft ist viel zu ruhig

„Wir versuchen von außen natürlich Stimmung in die Mannschaft zu bekommen. Die Jungs auf dem Feld müssen aber auch mitmachen und viel mehr reden“, sagt Tim Schwarz. Das taten sie aber nicht.

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Der SC Paderborn II war das dominantere Team und führte verdient mit 2:0. Und das, ohne groß auftrumpfen zu müssen. Bis auf Lars Warscheski kurbelte kein ASC Spieler das eigenen Spiel an. Die Kreativkraft Kevin Brümmer trat über die gesamten 90 Minuten wie ein Quarterback auf. Er holte sich tief in der eigenen Hälfte die Bälle und verteilte sie dann. Der Mittelfeldspieler kam in den gefährlichen Zonen selbst überhaupt nicht an.

Buckesfeld verursacht Elfmeter

Ganz anders Paderborn, das durchaus höher hätte gewinnen können, sogar müssen. Es trafen aber nur Dominik Bilogrevic per Foulelfmeter (33.) und Khiry Shelton nach einem Konter (59.).

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Den Elfmeter hatte Maurice Buckesfeld mit einem unnötigen Schubser verursacht. Vor dem Konter zum 0:2 hatte der ASC einen Eckball. Diese Situation zeigten deutlich, dass die Spieler verunsichert sind und einen neuen Push benötigen. Ein Trainerwechsel könnte diesen bewirken.

Der Abstiegskampf hat begonnen

Denn es muss sich etwas beim ASC tun. Ansonsten droht sogar der Abstieg. Steigen nur zwei Teams ab, so beträgt der Vorsprung sieben Punkte gegenüber dem ersten Abstiegsplatz. Steigen sogar drei ab, was möglich ist, wären es nur zwei Zähler.

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Vor der Saison hieß die Zielsetzung noch, ganz oben anzugreifen. Jetzt ist der Abstiegskampf eingekehrt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss den nach Daniel Sekic und Tim Schwarz jetzt der dritte ASC-Trainer der Saison sichern.

ASC: Held - Schäfer, Buckesfeld, Marth (87. Schneck) - Stuhldreier, Post (63. Südfeld), Brümmer, Schaffer (83. Szymaniak), Rausch (67. Isensee) - Warschewski, Podehl

Tore: 0:1 Bilogrevic (33., FE), 0:2 Shelton (59.), 1:2 Schaffer (68.)
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