Der Aufstieg ist für die Eisadler nicht irgendwann, sondern in dieser Saison das Ziel

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In der vergangenen Saison scheiterten die Eisadler Dortmund erst in der Aufstiegsrunde. In diesem Jahr soll es mit dem Aufstieg klappen. EAD-Chef Bernd Schnieder erklärt im Interview warum.

Dortmund

, 16.08.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Eisadler Dortmund sind gerüstet, wenn die neue Landesliga-Saison am 11. Oktober startet. Nachdem der Verein zuletzt die Aufstiegsrunde erreicht hat, soll es in diesem Jahr endgültig klappen mit dem Sprung in die Regionalliga. „Das ist unser Ziel“, sagt Bernd Schnieder. Wir haben mit dem EAD-Vorsitzenden über die neue Spielzeit gesprochen.

Herr Schnieder, die neue Saison beginnt in ein paar Wochen, ist die Sommerzeit die anstregendste für einen Eishockey-Funktionär?

Bernd Schnieder: Der Sommer ist auf jeden Fall die wichtigste Zeit für jeden Verein. Jetzt legt man die Basis für die kommenden Monate, da hat man dann schon mehr Arbeit, als wenn die Saison erst einmal läuft.

Haben Sie Ihre Hausaufgaben erledigt?

Ich denke schon, dass wir es gut gemacht haben. Auch wenn es sicherlich nicht so einfach ist, Spieler, die auch schon Regional- oder Oberliga gespielt haben, von einem Wechsel in die Landesliga zu überzeugen. So etwas geht nicht von heute auf morgen, aber es hat ganz gut funktioniert in diesem Jahr.

Ist der Kader bereits vollständig oder arbeiten Sie an weiteren Transfers?

Der Kader ist soweit komplett. Wir haben sieben neue Spieler verpflichtet. Drei, vier von ihnen haben wir aber noch nicht vorgestellt, daher will ich zu denen jetzt noch nichts konkret sagen.

Gibt es einen Königstransfer?

Den gibt es. Einen Namen will ich nicht nennen. Nur so viel: Die Zuschauer hier werden sich freuen, einen alten Bekannten in Dortmund wiederzusehen.

Auf der Abgabeseite gibt es kaum Transfers und die Mannschaft aus dem vergangenen Jahr bleibt fast komplett zusammen. Eine bewusste Entscheidung?

Wir wollten den Kader vor allem verbreitern. Uns war es zunächst einmal wichtig, und das hatte ich auch so versprochen, dass die Mannschaft aus der vergangenen Saison fast komplett beisammen bleiben soll. Zumal es eine super Truppe war mit einem guten Zusammenhalt. Die wollten auch alle weiterspielen, sei es ein Malte Bergstermann, Constantin Wichern oder mein Sohn Patrick. Aber wir haben auch gesehen, dass der Kader aufgrund von Verletzungen oder wegen der Arbeitszeiten einzelner Spieler vielleicht etwas zu dünn war. Wir haben jetzt einen Kader von 26 Mann plus zwei Torhüter. Der Trainer kann mit vier Blöcken Vollgas geben.

Mehr Spieler kosten auch mehr Geld. Ist es um die finanzielle Situation bei den Eisadlern besser bestellt?

Leider nicht, eher im Gegenteil sogar. Aber wir arbeiten gerade daran, über Sponsoren zusätzliche Gelder zu akquirieren. Das sieht auch ganz gut aus. Nur ist das in Dortmund eben auch sehr, sehr schwierig. Weil potenzielle Sponsoren auch auf die Liga-Zugehörigkeit schauen. Und da haben wir es mit der Landesliga eben schwer. In der Regionalliga, der vierten Liga, wäre das vielleicht schon wieder etwas anders. Dass wir jetzt den Kader verbreitern konnten, hat den einfachen Hintergrund, dass wir im vergangenen Jahr ein wenig gespart haben.

Geht der Verein da finanzielles Risiko?

Nein, das sind Rücklagen, die uns jetzt zur Verfügung stehen.

Unterstreicht der große Kader auch die Ambitionen, die der Verein in diesem Jahr hat?

Vergangenes Jahr haben wir uns ja fast ein bisschen selbst überrascht, als wir die Aufstiegsrunde erreicht haben. Unser Ziel ist diese Saison ganz klar, in die Regionalliga aufzusteigen.

Was haben Sie aus dem vergangenen Jahr gelernt?

Wir haben einige Spiele hergeschenkt, die wir nicht hätten hergeben müssen. Da wurde denn vielleicht mal eine Einstellung an den Tag gelegt, mit der man keine Spiele gewinnen kann. Gegen Wiehl zum Beispiel haben wir immer zwei Drittel ganz gut mitgehalten. Dann bekommt man zwei Gegentore – und es war vorbei. Aber ich will den Spielern da auch gar keinen Vorwurf machen. Im Sport klappt nun mal nicht immer alles so, wie man sich das vorstellt. Das geht Bayern München so, das geht Borussia Dortmund so.

Wer wird in der neuen Saison der größte Gegner im Kampf um den Aufstieg?

Bergisch Land rüstet wieder auf, die werden eine Rolle spielen. Bergisch Gladbach, das ja einen neuen Trainer hat, wird oben mit dabei sein. Und Grefrath zähle ich auch noch dazu.

Wie wichtig ist die Verlängerung mit Trainer Waldemar Banaszak?

Er ist ein wichtiger Mann im Verein. Er trainiert ja nicht nur die erste Mannschaft, sondern auch die U20. Er kennt die Qualität der Mannschaft, der Spieler. Uns ist da Kontinuität schon wichtig.

Wird der Verein bei den Zielen, die er hat, weiter darauf setzen, den Nachwuchs verstärkt einzusetzen?

Nach Möglichkeit schon. Aber wenn man aufsteigen will, muss man bei diesem Kader auch klar sagen: Die Besten werden spielen. Das wird der Trainer auch so handhaben. Das bedeutet nicht, dass immer die Gleichen spielen werden und es auch eine Rotation geben wird.

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