Der „Fabien Barthez“ von Wickede erklärt seinen Wechsel zur Westfalia

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Gianluca Caruso verstärkt ab der neuen Saison den Westfalenligisten Westfalia Wickede. Im Gespräch hat uns der „Fabien Barthez aus Wickede“ verraten, wieso er zur Westfalia gewechselt ist.

Dortmund, Wickede

, 20.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Daniel Dukic seinen neuen Keeper Gianluca Caruso im Probetraining vor einigen Wochen – noch weit vor Ausbruch des Coronavirus – beobachtete, fühlte er sich an einen ehemaligen Welt- und Europameister erinnert: Fabien Barthez. Bei Carusos Wechselbekanntgabe gegenüber unserer Redaktion verglich der Sportliche Leiter der Wickeder ihn auch mit dem Franzosen. Und wie geht Caruso mit dem Vergleich um? Hat er Ähnlichkeiten mit dem französischen Ex-Nationaltorhüter?

Die polierte Glatze sucht man beim künftigen Westfalia-Torhüter, der aus der A-Jugend des TSC Eintracht Dortmund nach Wickede wechseln wird, jedenfalls vergeblich. Dichtes, braunes Haar trägt der gerade einmal 19-jährige Keeper, der zuletzt von mehreren Vereinen umworben wurde, auf dem Kopf. Aber was ist es dann? Caruso klärt auf.

Ein Typ wie Barthez

„Ich kann mich schon mit Barthez identifizieren. Er war zwar auch nicht der größte Torhüter, aber trotzdem ein sehr schneller, sehr explosiver Torwart, der schnell in den unteren Ecken war. Wir sind auf jeden Fall ähnliche Typen“, sagt der 1,80 Meter große Tormann, der vor allem mit seine Sprungkraft seine fehlenden Zentimeter in der Körpergröße wettmachen möchte.

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Nun kann Westfalia Wickede in der kommenden Saison also mit seinem „Fabien Barthez“ planen. Dass sich Caruso trotz vieler Angebote für die Westfalia entschied, hat mehrere Gründe. „Wickede hat mir von allen Mannschaften am besten gefallen. Auch die Gespräche mit Daniel (Dukic, Sportlicher Leiter Westfalia Wickede, Anm. d. Red.) waren sehr angenehm. Es hat sich so angefühlt, als würde man sich schon lange kennen. Wickede ist auf jeden Fall ein familiärer Verein. Deswegen war es keine schwere Entscheidung“, begründet Caruso seinen Wechsel.

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Beratend zur Seite stand ihm dabei die ganze Zeit sein Vater Cataldo Caruso, der aktuell die A-Jugend des SSV Hagen als Torwarttrainer unterstützt. Für den SSV Hagen sowie für die SF Westfalia Hagen hat Gianluca Caruso in der Vergangenheit auch schon gespielt.

Wertvolle Tipps vom Vater

Papa Caruso gab seinem Sohn wertvolle Tipps an die Hand. „Er hat mich in den Gesprächen unterstützt, mir die Wahl aber auch selbst überlassen“, sagt Caruso. Und die Wahl fiel nun auf Westfalia Wickede, mit der Caruso in der kommenden Saison aufzeigen möchte, was wirklich in der ersten Mannschaft steckt. Denn aktuell steckt die Westfalia tief im Abstiegssumpf der Westfalenliga 2 fest. Die Wickeder belegen mit 13 Punkten aus 20 Spielen derzeit den vorletzten Tabellenplatz.

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„Die Aufgabe reizt mich. Wickede steht momentan unten in der Tabelle. Egal, in welcher Liga wir in der nächsten Saison spielen: Ich will zeigen, dass diese Saison ein Ausrutscher war. Wir wollen gute Leistungen mit der Mannschaft bringen“, sagt der 19-Jährige.

Kein leichter Weg ins Tor

Dass sein Weg zwischen die Wickeder Pfosten aber kein einfacher wird, ist ihm klar. Die Konkurrenz um die Nummer eins im Tor des BV Westfalia ist nämlich groß. Neben Caruso kämpfen auch Neuzugang Marvin Raab, der vom FC Iserlohn kommt, und Malte Remmert um den Platz zwischen den Pfosten.

Caruso sieht es sportlich und freut sich auf genau diesen Konkurrenzkampf. „Das sind sehr gute Torhüterkollegen. Der Trainer entscheidet am Ende, wer spielt. Ich werden in jedem Training aber versuchen, 150 Prozent zu geben. Ich will dem Trainer zeigen, dass ich der richtige Mann für die Aufgabe bin“, so Caruso.

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Neben seinem Coach Marko Schott wird Caruso dann auch Wickedes neuen Torwarttrainer überzeugen müssen. Das ist Claas Hoffmann und der war in der Vergangenheit bekanntlich unter anderem Eishockey-Profi.

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