Der FC Brünninghausen schießt den Favoriten ab - es ist die große Show eines Stürmers

rnFußball-Westfalenliga

Es war ein überragender Auftritt des FC Brünninghausen beim 4:1-Erfolg über den DSC Wanne-Eickel. Vor allem ein Stürmer ragte aus einem starken Team noch heraus.

Dortmund

, 28.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier gewinnt, hieß es dann auch beim zu niedrig ausgefallenen 4:1 (1:0) gegen eine Mannschaft aus Wanne, die in dieser Verfassung ganz bestimmt in der Westfalenliga kein Aufstiegsaspirant ist.

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Aber es wäre viel zu einfach, den Kantersieg, das Telschow-Festival, auf die Schwäche der Gäste zu schieben. Brünninghausen hatte immer erfolgreiche Mannschaften. Selten aber hat ein Sieg am Hombruchsfeld so viel Spaß gemacht. Klar, Telschow freute sich über seinen neuen Ball. Am liebsten hätte er aber all seinen Teamkollegen einen mitgegeben.

„Ohne die Mannschaft mache ich überhaupt kein Tor“, sagte der Teamplayer. „Das war wirklich eine gute Leistung von uns.“ Das unterstrich Trainer Rafik Halim gerne: „Das Umschaltspiel hat heute gut geklappt. Wir hatten immer Lösungen. Und wir haben zu jeder Zeit diszipliniert gespielt.“

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Eine Spielanalyse war selten so einfach. Das war Einbahnstraßenfußball, der jeden neutralen Betrachter denken lassen musste, dass die Gastgeber ein Spitzenteam sind. So weit ist es noch nicht. Zuvor hatte der FCB einiges liegengelassen, nähert sich mit jetzt sieben Zählern aber den oberen Rängen.

Starker Sebastian Lötters

Und so hart es klingen mag: Einen Vorwurf mussten sich die Brünninghauser gefallen lassen, ließen sie sich aber auch gefallen: „Wir hätten acht, neun Tore machen müssen. Auch ich hatte noch gute Chancen“, sagte Telschow. Halim bestätigte auch diese Einschätzung seines Spielers. Die Abwehr um den umsichtigen Sebastian Lötters ließ aber nicht zu, dass sich die phasenweise fahrlässige Chancenauswertung rächte.

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Das Positive überwog schon während der gesamten 90 Minuten deutlich: Wie aus einem Guss spielte der FCB von Beginn an. Telschow, Florian Gondrum und Patrick Trawinski erhielten so viele Vorlagen und Einschusschancen, dass sie längst nicht mehr an einer Hand abzuzählen waren. Immer wieder schrien Brünninghauser Zuschauer auf, wenn wieder eine Hundertprozentige nichts einbrachte. Erst in der 32. Minute erlöste Telschow seine Farben. Es war fast die wenig aussichtsreichste Gelegenheit nach einer Ecke, die zur Führung führte.

Ein Ball für die Wohnzimmervitrine

Nach weiteren Gelegenheiten vollendete Telschow nach mustergültigem Pass von Gondrum (52.). 17 Minuten später legte David Vaitkeviciu ähnlich gut auf. Nach der 69. Minute musste keiner mehr wegen der nicht genutzten Chancen Sorge haben. Teil vier des Unternehmens „Ball-nach-Hause“ glückte in der 71. Minute. Dass Nick Malvin Ruppert dann noch per Foulelfmeter für Wanne traf, machte den Erfolgsball nicht weniger schmückend für Telschows Wohnzimmervitrine.

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FCB: Broda - Deppe, Kruse, Lötters, da Costa - Palmieri (67. Vaitkevicius), Tekin, Bachmann (77. Arafa) - Telschow (76. El Hamassi), Gomdrum, Trawinski (74. Toure)
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Telschow (32., 67., 69., 71.), 4:1 Ruppert (83., Foulelfmeter)
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