Klare Kante: Der Verband soll die Fußball-Saison endlich abpfeifen

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Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat entschieden, dass er nicht weiß, ob es weitergeht. Hier ein Kommentar zu der Entscheidung, die Ligen auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Dortmund

, 27.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Fußball-Europameisterschaft 2020 ist auf 2021 verschoben, auch die Olympischen Spiele in Tokio finden 2020 nicht mehr statt. Aber im Amateur-Fußball spielen die Verantwortlichen weiter auf Zeit.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband tut sich einfach viel zu schwer, in der aktuellen schwierigen Zeit eine klare Linie vorzugeben. Die Amateur-Fußball-Saison ist seit Freitag erstmal auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Derselbe Verband hat aber alle westfälischen Leichtathletik-Meisterschaften bis Ende Mai abgesagt.

Aber warum tun sich die Verantwortlichen nur so schwer damit, die Amateur-Fußball-Saison abzusagen? Denn das wäre doch der einzig logische Schritt, den der FLVW jetzt gehen muss.

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Denn niemand weiß so richtig, wie es weitergeht. Viele Klubs haben keine Planungssicherheit. Alle Teams, die um den Auf- oder Abstieg spielen, fischen im Trüben.

Die wichtigste Frage dieser Teams: Erreichen wir sportlich unsere Ziele oder sind wir von Regeln des Verbandes abhängig, die es in den Statuten nicht gibt? Es ist schriftlich nicht fixiert, wie die Auf- und Abstiegsregelungen bei einer Annullierung der Spielzeit aussehen.

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Andere Sportarten geben ein besserer Bild ab. Der Basketball zum Beispiel. Da haben die Landesverbände schnell reagiert und die Meisterschaften abgesagt und gleich Auf- und Abstiegsregelungen präsentiert, die alle zufriedenstellen. Der Tabellenführer steigt auf, die Verfolger mit Chancen auf den Titel können eine Wildcard für die höhere Liga beantragen. Alle Teams, die auf einem Abstiegsplatz rangierten, aber weiter den Klassenerhalt im Blick hatten, können auf die Wildcard-Regelung zurückgreifen.

Der FLVW ist gefordert, eine klare Ansage zu machen. Die Sportler sollen endlich ihren Status des Athleten verlassen und sich auf das Leben als Privatperson konzentrieren. Diese Menschen sollen sich um ihre Familien kümmern, ihren Teil dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet. Sie sollen zu Hause bleiben und nicht Trainingspläne in der Öffentlichkeit abarbeiten.

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Der Fußball ist weniger als eine Nebensache in der Corona-Krise. Der Fußball muss raus aus den Köpfen. Niemand soll zu Hause grübeln, ob die Saison weitergeht oder nicht, ob man auf- oder absteigt.

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