Ein Landesligist chillt und beteiligt sich nicht am Transferwahnsinn

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Täglich flattern im Amateurfußball Neuzugänge herein. Natürlich nehmen nicht alle Klubs am Transferwahnsinn teil. Wie zum Beispiel ein Dortmunder Landesligist, der auf Kontinuität setzt.

Dortmund

, 25.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist schwer, sich alle Neuzugänge beim Landesliga-Aufsteiger Türkspor Dortmund zu merken. Die Anzahl befindet sich im zweistelligen Bereich. Zuletzt kamen die drei Oberliga-Spieler Maurice Temme (Westfalia Herne), Nino Saka (Kaan-Marienborn) und Aldin Kljajic (Holzwickeder SC) hinzu. Der Königstransfer ist wohl der des Ex-Profis Marcel Reichwein (Holzwickeder SC).

Türkspor Dortmund wird aufgrund all der Transfers mit der Favoritenrolle auf den Titel leben müssen. Und das wird der Klub auch. Niemand würde dem Verein abnehmen, wenn Türkspor ein anderes Ziel als den Durchmarsch in die Westfalenliga ausgeben würde. Zu stark ist einfach dieser Kader.

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Der Hombrucher SV ist einer der Gegner von Türkspor Dortmund in der Landesliga 3, aber kein Konkurrent im Kampf um den Aufstieg. Der Klub aus dem Dortmunder Süden möchte viel mehr wieder Kontinuität in das Team pflanzen. Zuletzt gab es eher eine wilde Fahrt mit vielen Veränderungen.

Nachdem sich das Präsidium entschlossen hatte, Sebastian Didion noch vor der Winterpause als Trainer zu entlassen, verließen gleich acht Akteure den Verein. Es kam Unruhe auf. Didions ehemaliger Trainer-Duo-Kollege Alexander Enke musste zusehen, dass der HSV Ruhe ins Team bekommt und zusätzlich, dass der sportliche Erfolg sich wieder einstellt.

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Da half es natürlich, dass bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften der überraschende zweite Platz heraus sprang. Auf dem Großfeld hatte das Team aufgrund des Corona-bedingten Saisonabbruchs nicht mehr groß die Chance, sich zu beweisen. Am Ende landete der HSV auf Rang zehn.

Das Team möchte in der neuen Spielzeit zeigen, dass mehr als Rang zehn in ihm steckt. Und daran glauben die Sportliche Leitung und Trainer Alexander Enke. Denn der Verein hat in Anil Can Mert (Eving Selimiye Spor) und Yassir Mhani (SV Brackel 06) nur zwei externe Spieler verpflichtet. Aus den eigenen A2-Junioren soll Torhüter Kamyab Barhematirajab an das Landesliga-Niveau herangeführt werden.

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Anil Can Mert kommt aus der Kreisliga A. Ein Invest mit viel Phantasie? „Auf keinen Fall, Anil hat 27 Tore in 19 Spielen erzielt. Das wissen wir schon, was wir für ein gutes Talent bekommen. Auch auch bei Yassir Mhani bin ich überzeugt, dass er uns sofort weiterhilft“, sagt Enke.

„Stand jetzt, war es das mit Neuzugängen“, sagt Enke. Er ist auch gar nicht traurig darüber, dass es nicht mehr Zugänge geworden sind. „Ich vertraue meinem Kader und glaube, dass wir als Einheit eine gute Rolle spielen können.“ Das bedeutet für ihn, sich ganz schnell von den unteren Rängen zu verabschieden, um dann zu schauen, was alles möglich ist.

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