Der Kampf um den Platz im Tor von Westfalia Wickede scheint entschieden - zumindest vorerst

Fußball-Westfalenliga

Seit fast einem halben Jahr wartet Westfalia Wickede nun schon auf einen Heimsieg. Gegen den FC Iserlohn soll es am Sonntag endlich klappen. Dabei mithelfen soll auch die neue Nummer eins.

Dortmund

, 24.08.2019, 10:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Kampf um den Platz im Tor von Westfalia Wickede scheint entschieden - zumindest vorerst

Joel Kiranyaz ist derzeit die Nummer eins bei Westfalia Wickede © Nils Foltynowicz

Alexander Gocke und sein Trainerteam hatten bis ganz kurz vor Schluss mit ihrer Entscheidung gewartet, wer denn nun zum Saisonstart das Tor von Westfalia Wickede hüten soll. Joel Kiranyaz? Malte Remmert? Oder am Ende doch Sebastian Nisiewicz? Erst unmittelbar vor der Auftaktpartie gegen den TuS Sinsen war klar: Joel Kiranyaz, 20 Jahre alt und im Sommer vom 1. FC Bocholt zum Westfalenligisten gewechselt, erhielt den Vorzug – und ist seitdem die Nummer eins. Zumindest vorerst.

Dass die Wahl auf ihn gefallen sei, habe er „erst unmittelbar vor dem Spiel erfahren“, sagte Joel Kiranyaz damals nach dem 0:1 gegen Sinsen. Schuld an der Niederlage trug er nicht, vielmehr behauptete er seinen Platz im Wickeder Tor mit ansprechenden Leistungen. So auch beim 6:1-Erfolg der Westfalia am vergangenen Sonntag in Hassel.

50/50-Entscheidung auf der Torhüter-Position

Alexander Gocke erklärt heute, knapp drei Wochen später: „Es war eine 50/50-Entscheidung zwischen Joel und Malte. Letztlich hat das reine Torwartspiel den Ausschlag zugunsten Joels gegeben.“ Kiranyaz‘ Stärken, das hat auch die Vorbereitung gezeigt, liegen vor allem im Eins-gegen-Eins-Duell, bei dem er gegenüber seinen Konkurrenten derzeit „vielleicht noch so ein bisschen die Nase vorn“ hat, wie der Wickeder Trainer erklärt. Dafür spiele Remmert „mit die besten Abschläge in der Westfalenliga. Die landen eigentlich immer punktgenau bei den Mitspielern“, so Gocke.

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Vergessen will der Übungsleiter auch Sebastian Nisiewicz nicht. „Das ist genauso ein guter Junge. Wir haben drei gute Torhüter, die alle längst noch nicht am Ende ihrer Entwicklung sind. Und sie alle genießen unser Vertrauen.“ Gegen den FC Iserlohn am Sonntag (15.15 Uhr, Fränkischer Friedhof 75, 44319 Dortmund) wird dennoch Kiranyaz im Pappelstadion zwischen den Pfosten stehen.

Wickeder Trainerteam hält Konkurrenzkampf im Tor hoch

Die anderen beiden Keeper, sagt der Trainer, sollen sich dann über Testspiele, die der Verein derzeit plant, aufdrängen. „Wir halten den Druck hoch“, betont Gocke. Er ist davon überzeugt, dass ein Konkurrenzkampf auch im Tor unweigerlich auch zu einer Weiterentwicklung des Spielers führe – sowohl auf sportlicher als auch persönlicher Ebene.

Doch nicht nur bei den Torhütern hat Gocke derzeit die Qual der Wahl. „Uns stehen auf fast allen Positionen mehrere Alternativen zur Verfügung.“ Einzig Kevin Franzen, Robin Wodniok und Sefa Tocu werden gegen Iserlohn fehlen. „Wir wollen endlich wieder zu Hause gewinnen“, sagt Gocke. Er selbst könne sich an den letzten Erfolg vor heimischer Kulisse schon nicht mehr erinnern. „Und ich hoffe, dass meine Spieler es auch vergessen haben. Dann wollen sie den Sieg vielleicht noch ein Stück weit mehr.“

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Tatsächlich liegt der letzte Heimspielerfolg fast ein halbes Jahr zurück. Am 2. März gewann die Westfalia gegen den FC Lennestadt mit 5:1. Alexander Gocke & Co. wären aber wohl auch mit einem knappen 1:0 zufrieden.

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