Der Meisterspieler des BSV Schüren, der in der Halle gar nicht dabei sein wollte

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Der BSV Schüren ist der neue Hallenfußball-Stadtmeister. Ein Spieler, der in der Endrunde komplett überzeugte, musste dabei von seinen Teamkollegen erst zum Mitspielen überredet werden.

Dortmund

, 13.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er selbst bezeichnet sich nicht als großen Hallenspieler. Am liebsten hätte er gar nicht mitgespielt, ließ sich aber vom Trainer und Teamkollegen doch noch überreden. Zum Glück für den BSV Schüren, denn Kamil Bednarski war neben Torhüter Sascha Samulewicz und Eyüp Cosgun die prägende Figur im Team des neuen Stadtmeisters BSV Schüren.

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In der Vorrunde stand Bednarski gar nicht im Kader. „Ich habe dem Trainer gesagt, dass ich in der Halle pausieren will. Ich hatte Probleme mit dem Knie und wollte eigentlich nichts riskieren, weil die Meisterschaft für mich vorgeht“, erklärt der 30-Jährige.

In der Endrunde überzeugte Kamil Bednarski komplett

Seine Kollegen ließen vor der Zwischenrunde nicht locker, sprachen ihn immer wieder an, weil sie ihn unbedingt dabei haben wollten. Er sagte mit Murren zu, kündigte sich aber nur als Aushilfskraft an. Und seine Rolle spielte er sehr effektiv.

Kamil Bednarski überzeugte in der Endrunde mit Einsatz und Torgefährlichkeit.

Kamil Bednarski überzeugte in der Endrunde mit Einsatz und Torgefährlichkeit. © Stephan Schuetze

Gegen Körne zum Beispiel kam er beim Stand von 1:1 aufs Feld, schoss innerhalb von zwei Minuten zwei Treffer und blieb von da an auf der Bank sitzen.

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In der Endrunde dann übernahm er eine Hauptrolle, spielte immer im Wechsel mit Eyüp Cosgun, sorgte ständig für Torgefahr und hatte eine unglaubliche Strahlkraft. War er auf dem Platz, wusste jeder, dass jede Sekunde etwas passieren konnte. Nur Bövinghausens Marko Onucka konnte ähnlich geschickt den Ball abschirmen und sich um die Gegenspieler drehen, um zum Abschluss zu kommen.

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Es war vor allem am zweiten Finaltag zu sehen, dass sich Bednarski in einen Flow gespielt hatte. „Ja, der Finaltag hat mir richtig Spaß gemacht. Die Zuschauer, die Stimmung, die Spiele. Das war richtig gut“, sagte Bednarski.

Stark gegen Bövinghausen

Nächstes Jahr bei der Hallenstadtmeisterschaft wieder dabei?

Vor allem in der Halbfinalpartie gegen den TuS Bövinghausen gab er der Mannschaft den nötigen Halt. Bednarski brillierte nicht nur in der Offensive, er schmiss sich auch in jeden Zweikampf, pushte seine Mitspieler und zeigte dem Konkurrenten, dass er schon eine Menge zeigen müsse, um ihn und seine Schürener zu besiegen.

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Am Ende zog der Westfalenligist ins Finale ein und besiegte dort den Landesligisten Hombrucher SV mit 4:0.

Für den ehemaligen Regionalliga-Spieler war es die erste Dortmunder Stadtmeisterschaft. Und vielleicht die letzte. „Ich muss mal schauen, ob ich nächstes Jahr überhaupt noch einmal mitspiele“, sagte er. Seine Mitspieler werden aber bestimmt alles dafür tun, dass er auch dann wieder dabei ist.

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