Der nächste Rückschlag: Verspielt Türkspor zum Start der Saison seine Titelambitionen?

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Nächster Rückschlag für den Fußball-Landesligisten Türkspor Dortmund: Der Aufstiegsfavorit verschenkte am Sonntag im Heimspiel wichtige Zähler. Trainer Reza Hassani zeigte sich enttäuscht.

von Christian Bentrup

Dortmund

, 13.09.2020, 20:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die bekanntesten Aktiven dieser Landesliga-Partie standen am Sonntag Nachmittag an der Seitenlinie: „Eisern“-Union-Berlin-Manager Oliver Ruhnert kam als Schiedsrichterassistent zum Einsatz, Weltmeister Kevin Großkreutz als Co-Trainer von Türkspor.

Die Gastgeber hatten Probleme, ins Spiel zu finden. Zunächst erschienen sie mehrere Minuten nach dem Gegner und den Schiedsrichtern auf dem Feld, dann kassierten sie mit dem ersten Angriff der Wattenscheider das 0:1 (9.). Eine Ecke rutschte flach durch den Strafraum, ehe Wattenscheids Osei Assibey das Leder ins Tor drosch.

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Dass der Aufstiegsfavorit aus Dortmund schnell wieder ins Spiel fand, lag an den Gästen. Erst wurde Okan Saritas im 16er von den Beinen geholt und den fälligen Strafstoß verwandelte TSD-Neuzugang Marcel Reichwein, von dem sonst nicht viel zu sehen war, sicher ins untere linke Eck (15.). Dann flankte Türkspors Linksverteidiger Saritas punktgenau auf Kimaz Hamza, der den Ball per Kopf zum 2:1 ins Tor bugsierte (20.).

Kurz vor der Halbzeit nochmals Glück für Türkspor als der Freistoß des SW-Innenverteidigers Diyar Kaplan nur die Querlatte des von Mo Acil gut gehüteten TSD-Tores traf (41.). In der 51. Minute verursachte Kemal Avci einen Elfmeter, den der Wattenscheid David Schroven zum 2:2 nutzte. Nun erhöhte Türkspor den Druck, aber Hamza schoss freistehend aus 10 Metern am Tor vorbei und Reichwein traf nur das Außennetz. Nach toller Vorarbeit von Alihan Kurgan gelang Kimaz Hamza dann doch noch die erneute Führung (65.).

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Danach versäumte es Türkspor nachzulegen. Das wurde in der Nachspielzeit bestraft, als Wattenscheids Pape nach einem Freistoß von rechts ungehindert zum 3:3 einköpfen konnte (90.+3). In allerletzter Sekunde hätte Türkspor-Angreifer Jorge Jose Machado den Sieg für sein Team sichern müssen, aber er setzte einen Flugkopfball aus vier Metern um Zentimeter am Wattenscheider Tor vorbei.

Hassani war nach dem Spiel enttäuscht

Türkspor-Trainer Reza Hassani brauchte nach Spielschluss einige Zeit, um seine Enttäuschung in Worte fassen zu können: „Wenn man zuhause drei Tore schießt, muss das zum Sieg reichen, aber wir haben unglaubliche individuelle Fehler in der Abwehr gemacht. Außerdem hatten Hamza und Machado Top-Chancen, die sie zu Toren hätten nutzen müssen.“

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