Der 2:1-Sieg in Hamm hält die Grün-Weißen am Leben. Doch weil auch die Konkurrenten punkten, kommt es am letzten Spieltag zum Duell dreier Mannschaften um den Klassenerhalt.

von Christian Bentrup

Dortmund

, 20.05.2019, 14:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 2:1 (0:1)-Erfolg beim TuS Wiescherhöfen hält die Kemminghauser Hoffnungen auf den Verbleib in der Fußball-Landesliga am Leben. Da Viktoria Resse und der SSV Mühlhausen ihre Spiele ebenfalls gewannen, steht den drei Teams am kommenden Sonntag ein dramatisches Abstiegsfinale ins Haus. Nur eines der drei Teams wird am Ende feiern können, während die beiden anderen Mannschaften in die Bezirksliga abstürzen werden.

Resse über dem Strich

Aktuell liegen der SSV Mühlhausen (35 Punkte) und der VfL Kemminghausen (36) auf einem Abstiegsplatz. Viktoria Resse rangiert mit 37 Punkten noch über dem Strich. Der TuS Wiescherhöfen hatte sich in der Vorwoche den Klassenerhalt gesichert und überließ den Gästen aus Dortmund am Sonntag die Initiative.

Bereits in der vierten Minute hätte Schiedsrichter Thomas Kappek aus Münster nach einem klaren Foul an Ali Ahmadi auf Elfmeter für Kemminghausen entscheiden müssen, aber er ließ weiterspielen. Das hätte sich fast gerächt, als Wiescherhöfens Jannis Ritter frei vor dem VfL-Tor auftauchte, aber die Hereingabe von der rechten Seite knapp verfehlte.

Doppelpacker Ersoy

Im Gegenzug zeigte Kemminghausens Top-Stürmer Ahmed Ersoy, wie man es besser macht. Die Flanke von links nahm er im Strafraum gekonnt mit dem rechten Fuß an und versenkte den Ball mit links aus zwölf Metern zur 1:0-Führung für den VfL (20.). Kemminghausen kontrollierte das Geschehen, hatte dann aber in der 39. Minute viel Glück, als TuS-Stürmer Serhad Gün den Ball freistehend rechts am Tor vorbeischoss.

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Nach der Pause setzte der VfL Kemminghausen nach. Bei einem Konter drang Ahmed Ersoy von der rechten Seite in den Wiescherhöfener Strafraum ein und schoss aus spitzem Winkel zum 2:0 der Nördlichen ins lange Eck ein (49.). Sein Saisontor Nummer 15. Kurz darauf hatte Nico Höhme die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber an TuS-Torhüter Marco Behrend.

Hanke bringt Kemminghausen zum Zittern

Als Ex-Nationalspieler Mike Hanke in der 68. Minute eine flache Hereingabe von rechts zum 1:2 über die Linie drückte, begann das große Zittern für den VfL Kemminghausen. In der 81. Minute musste VfL-Torwart Marvin Kröger sein ganzes Können aufbieten, um eine Direktabnahme des eingewechselten TuS-Angreifers Thorsten Heinze zu entschärfen.

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Aber der VfL Kemminghausen überstand die restliche Spielzeit und die fünfminütige Nachspielzeit ohne weiteren Gegentreffer und konnte so über einen Sieg jubeln, der noch auf den Klassenerhalt hoffen lässt. VfL-Kapitän Alexander Stärk lobte sein Team: „Wir haben den Kampf angenommen und verdient gewonnen.“ Für den Doppeltorschützen Ahmed Ersoy gelte, dass „er nicht nur unser Torgarant ist, sondern auch extrem viel für die Mannschaft arbeitet.“

Klassenerhalt holen und Aufstieg verderben

In der nächsten Woche wolle man „wie schon in der Vorsaison erneut dem SC Obersprockhövel den Aufstieg verderben und mit einem Sieg den eigenen Klassenerhalt sichern“, wie Kapitän Stärk versprach.

VfL: Kröger – Grewe, Cenan, Becker (71. Bozkurt), Stärk – Ahmadi (79. Jänicke), Bednarek, Keimer (59. Ruocco), Höhme – Emokpaire, Ersoy Tore: 0:1 Ersoy (20.), 0:2 Ersoy (49.), 1:2 Hanke (68.)
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