Deutschland Top-Leichtathleten messen sich wieder in Dortmund

PSB Bank Indoor Meeting

Am 27. Januar steigt in der Helmut-Körnig-Halle das PSD Bank Indoor Meeting. Die Organisatoren setzen auf deutsche Top-Leichtathleten – und wollen weiter wachsen. Doch dazu braucht es Geld.

Dortmund

, 29.11.2018 / Lesedauer: 3 min
Deutschland Top-Leichtathleten messen sich wieder in Dortmund

Junker Torben von der LG Olympia Dortmund wird beim PSD Bank Indoor Meeting in Dortmund an den Start gehen. © Wolfgang Birkenstock

Der Blick in die Zukunft beginnt mit der Vergangenheit. In der vierten Etage der PSD Bank Rhein-Ruhr in Dortmund flimmern an diesem Vormittag noch einmal die Höhepunkte des Indoor Meetings 2018 über einen großen Monitor. Man sieht 400-Meter-Mann Torben Juncker von der LG Olympia, man blickt auf die gut gefüllten Zuschauerränge, und dann steht da auch noch Sprintstar Gina Lückenkemper mit einem Blumenstrauß in der Hand neben Moderator Wolf-Dieter Poschmann.

Es sind emotionale Bilder, untermalt von emotionaler Musik, die als Vorlauf für das PSD Bank Indoor Meeting am 27. Januar 2019 in der Helmut-Körnig-Halle dienen sollen. Und die vielleicht sogar einen Ausblick darauf geben sollen, was doch so alles möglich sein könnte in der Leichtathletik-Stadt Dortmund.

In insgesamt zehn Disziplinen werden sich deutsche und zum Teil auch internationale Top-Athleten Anfang des Jahres messen. Das Programm am Sonntag ist auf zwei Stunden (16 bis 18 Uhr) angelegt. „Wir freuen uns auf ein Feuerwerk der Leichtathletik in unserem Schmuckkästchen der Helmut-Körnig-Halle“, wie Organisationsleiter Yoshi Müller kurz nach dem Werbespot erklärt.

Veranstaltung schon unter den Top drei in Deutschland

Als die Veranstaltung im vergangenen Jahr nach 14 Jahren Auszeit ihre Wiederaufererstehung gefeiert hat, sei es den Veranstaltern auf Anhieb gelungen, sich in der Top drei der deutschen Hallenmeetings im IAAF-Ranking zu platzieren, betont Meetingdirektor Bernhard Bußmann. Nur Düsseldorf und Karlsruhe stehen derzeit vor Dortmund. Daher „konnten wir die Veranstaltung nun auch deutlich weiterentwickeln“. Heißt: Dank neuer Sponsoren steigt der Etat und damit auch die Chance auf ein attraktiveres Starterfeld. „Einen Großteil unserer Sponsoren-Einnahmen investieren wir in die Athleten-Verpflichtung“, sagt Bußmann. Der Meetingdirektor geht daher davon aus, dass das Athletenfeld „in diesem Jahr noch attraktiver“ wird als zuletzt.

„Wir arbeiten daran, deutsche Top-Athleten und auch einige internationale für uns zu gewinnen“, sagt Thomas Kremer, Athletenkoordinator und Vorstandsmitglied der LGO, ohne dabei konkret auf Verhandlungen einzugehen. Bislang zugesagt hat neben dem Dortmunder Juncker auch Vize-Europameisterin Pamela Dutkiewicz von der TV Wattenscheid. Die Hürdensprinterin ziert auch das offizielle Plakat des Meetings und war im vergangenen Jahr noch über die 60 Meter angetreten. Dass sie jetzt auf ihrer Spezialstrecke starte, „wertet die Veranstaltung noch einmal ein Stück weit auf“, sagt Bußmann.

Es sind Sätze wie dieser, die zeigen, wie der Meetingdirektor über das Event, das Thomas Kremer am Montag als „Leuchtturm-Projekt für Dortmund“ bezeichnet, denkt. Weiter wachsen. Bloß kein Stillstand. Nach etwas mehr als 2000 Zuschauern im Vorjahr dürfen es in diesem Jahr „gerne über 3000“ sein. Bußmann weiß, wovon er spricht. „Wir waren ja schon mal in den 90er-Jahren und Anfang der 2000er eines der weltgrößten Meetings. Aber dafür braucht es auch Zeit.“

Auch Dortmunder Leichtathletik muss um Sponsoren kämpfen

Doch so viel Zeit sie sich in Dortmund auch nehmen werden, klar ist: Ohne große Sponsoren wird es mit der Weiterentwicklung trotz aller guten Vorsätze schwierig. Wie alle Sportarten hat auch die Leichtathletik Probleme, abseits des Profifußballs in Dortmund potenzielle Geldgeber abzugreifen. „Wir in der Leichtathletik müssen wie alle um jeden Geldgeber kämpfen“, sagt Bußmann.

Im vergangenen Jahr hat es auch dank der Unterstützung der Stadt zu der angestrebten „roten Null“ gereicht, wie es Kremer scherzhaft formuliert hat. Zur Höhe des damaligen Etats gibt er keine Auskunft. Aber natürlich falle dieser 2019 etwas höher aus. Auch in diesem Jahr sei das Ziel, „mit einer Null“ herauszugehen und dann weiter zu wachsen.

Es wäre ein wichtiger Schritt, die Stadt Dortmund weiter auf der Leichtathletik-Karte zu verankern. Und dann, mit dem Ausbau der Körnig-Halle, „erhalten wir natürlich noch mal ein ganz anderes Standing“, wie Bußmann betont. „Wir sind dann die einzige Halle in ganz Deutschland, die sechs Rundbahnen anbieten kann. Und dann wird das Meeting auch für viel mehr internationale Athleten interessant.“

Tickets für das PSD Bank Indoor Meeting Dortmund sind ab sofort unter www.ticketmaster.de, an allen an das TM-System angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie bei Laufsport bunert in Dortmund ab 8,00 Euro erhältlich. Bis zum 24. Dezember erhalten online alle Ticketkäufer 10 Prozent Rabatt.
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