Die Dortmunder Zukunft heißt Hacheney

Leichtathletik

Ein starkes Signal für die Leichtathletik in Dortmund. Anfang 2016 werden die Sport- und Freizeitbetriebe der Politik Pläne zum Bau eines Leichtathletik-Stadions vorstellen. Entstehen soll das Stadion auf der heutigen Sportanlage in Hacheney, wie unserer Redaktion vorliegende Unterlagen zeigen. Der Rat der Stadt wird 2016 über den Bau entscheiden. Noch im gleichen Jahr soll er starten.

DORTMUND

, 19.12.2015, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch strahlt die rote Asche in Hacheney. 2016 soll hier der Bau eines neuen Leichtathletik-Stadions beginnen.

Noch strahlt die rote Asche in Hacheney. 2016 soll hier der Bau eines neuen Leichtathletik-Stadions beginnen.

Ein Ingenieurbüro hat den ersten Entwurf schon erarbeitet. Die Kosten des Baus würden sich auf rund fünfeinhalb Millionen Euro belaufen. Der Entwurf sieht sechs 400-Meter-Bahnen, je zwei zusätzliche Sprintstrecken, sechs Weitsprung-, zwei Hochsprung-, vier Stabhochsprung-, vier Kugelstoß-, zwei Speerwurf-, drei Diskuswurf- sowie zwei Speerwurfanlagen, einen Wassergraben und eine Hammerwurfanlage vor. Auch eine Tribüne mit 800 überdachten Sitzplätzen ist geplant.

Zweites Standbein

Bernd Kruse von den Sport- und Freizeitbetrieben bestätigte auf Anfrage, dass ein zweites Standbein neben dem Stadion Rote Erde (Extra-Bericht auf der Seite) für die Leichtathleten entstehen soll. Er bestätigte auch, dass der Politik die Pläne Anfang 2016 vorgelegt werden.

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Ein neues Leichtathletik-Stadion in unmittelbarer Nähe des Goethe-Gymnasiums würde bei der LG Olympia Dortmund auf breite Zustimmung stoßen. „Das ist natürlich eine gute Nachricht“, sagte Uli Kunst, Trainer der LGO im Gespräch mit dieser Zeitung, „eine moderne Sportstätte in unmittelbarer Nähe einer NRW-Eliteschule des Sports würde für perfekte Bedingungen sorgen.“ Die duale Förderung von Schule und Sport, eben auch Leistungssport, würde nachhaltig unterstützt, die Athleten gewännen viel Zeit, weil sie sich etliche Fahrten sparen könnten.

Unabhängig vom BVB

Jörg Lennardt, Präsident der LG Olympia, sieht noch einen anderen Pluspunkt. Mit dem neuen Stadion könne man bei den Wettkämpfen nun unabhängig von Borussia Dortmund agieren, „bisher war manches nur sehr schwer oder gar nicht planbar“, weil Veranstaltungen der Fußballer immer Vorrang hatten.

Natürlich erhoffe er sich damit auch einen Aufschwung für den Verein, betont Lennardt, es sei auch ein positives Signal für Athleten, die Interesse an einem Wechsel zur LGO hätten.

Vereine müssten umziehen

Auch Gerhard Niemeyer, Vorsitzender des Kreisleichtathletikausschusses, hofft auf den Bau des neuen Leichtathletik-Stadions. „Wir hatten mit Teutonia Lanstrop in diesem Jahr zu einen Wettkampfabend ins Stadion Rote Erde geladen. Dann spielte aber der BVB an dem Abend im Europapokal. Unsere Veranstaltung fiel ins Wasser“, sagt er. Niemeyer glaubt, dass mit dem neuen Stadion solche Szenarien nicht mehr passieren werden.

Für die beiden Fußballvereine Birligi Hörde und den SSV Hacheney hätte der Bau der neuen Anlage einen Umzug zur Folge. Die Vereine sind informiert. „Bisher wissen wir aber noch nicht, wo wir überhaupt hinkommen. Es wurde nur gesprochen, noch nichts entschieden“, sagt Jens Menne, Vorsitzender des SSV Hacheney.

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