Die Mentalitäts-Frage erreicht den Hombrucher SV - mit Folgen für die kommenden Tage

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Bei Borussia Dortmund kann man sie nicht mehr hören, beim Hombrucher SV ist sie seit diesem Wochenende aktuell: Die Frage nach der Mentalität. Sebastian Didion hat Folgen für das Team angekündigt.

Dortmund

, 15.10.2019, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sebastian Didion war am Sonntagabend sauer. So richtig sauer. Dem Trainer des Hombrucher SV ging es dabei gar nicht mal so sehr darum, dass seine Mannschaft die Chance vertan hatte, den Anschluss an Spitzenreiter SV Wacker Obercastrop zu halten.

Der Hombrucher SV hat nun sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Viel mehr ging es Didion darum, wie der HSV sein Spiel mit 2:3 beim SSV Buer verloren hat. Gegen ein Team, was vor dem Spiel gegen Hombruch auf einem Abstiegsplatz stand und seit fünf Wochen nicht mehr gewonnen hatte. „Absolut unnötig“, fand Didion den Spielausgang, gestand aber: „Es war eine komplett verdiente Niederlage.“

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Verdient vor allem deshalb, weil der HSV den Gastgeber aus Gelsenkirchen gleich mehrere Male ins Spiel zurückkommen ließ.

Lob für die Gäste von Didion

Gleich doppelt führten die Hombrucher. In der ersten Halbzeit durch ein Tor von Niklas Orlowski (30.), in der zweiten Hälfte durch Kevin Mattes (54.). Beide Führungen hielten aber nur fünf Minuten, ehe dann jeweils der Ausgleich des SSV folgte. Und weil es zum Tag der Hombrucher passte, konnte Buer noch den 3:2-Siegtreffer erzielen. In der Nachspielzeit.

Die Mentalitäts-Frage erreicht den Hombrucher SV - mit Folgen für die kommenden Tage

Sebastian Didion fand deutliche Worte zur Einstellung seines Teams gegen den SSV Buer. © Stephan Schuetze

Vor allem das starke Umschaltspiel der Gelsenkirchener hatte dem Landesliga-Dritten zu schaffen gemacht. „Buer hat zwei gute Stürmer“, lobte Didion die gegnerische Offensive. Durch einen Konter fiel dann das 3:2 für den Gastgeber. Viel bitterer ging es kaum für den HSV.

Didion fand das Ergebnis ganz und gar nicht bitter, sondern wusste ganz genau, wie das Spiel verloren ging: „Wenn man keine hundert Prozent gibt, ist es gegen jede Mannschaft schwer.“

Die Mentalitäts-Frage erreicht den Hombrucher SV

Die Einstellung hat gefehlt, sie war nicht da. Die berühmte Frage nach der Mentalität. Sie hat den Hombrucher SV erreicht und wirft Parallelen zu Borussia Dortmund auf. Während Buer vor allem über die kämpferische Komponente viel für sich gewinnen konnte, schaffte Hombruch es nicht. Da konnte auch die spielerische Eleganz der Hombrucher dies nicht ausgleichen. Zu wenig war es am Sonntag in Gelsenkirchen-Buer.

„Das war eines der schlechtesten Spiele, die wir gemacht haben. Die Galligkeit, der unbedingte Wille“, wird Didion deutlich, „das Spiel zu gewinnen, war nicht vorhanden.“ Eine klare Ansage an das Team, die das Team in den nächsten Tagen spüren wird. Es soll eine ausführliche Analyse des Spiels geben, „da muss sich jeder dann selbst hinterfragen, ob er 100 Prozent gegeben hat.“

Das bittere dabei für den HSV: eine direkte Reaktion kann es nicht geben. Hombruch hat kommendes Wochenende spielfrei, hat nun für knapp zwei Wochen diese Niederlage im Kopf. „Leider“, sagt Didion, „haben wir kein Spiel nächsten Sonntag. Mit diesem Ergebnis müssen wir zwei Wochen leben und es aufarbeiten.“

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