Die Rekordjagd der BVB-U17 begann mit Adrian Spyrka. Beendet sie Youssoufa Moukoko?

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Die Geschichte des Wettbewerbs um die deutsche B-Junioren-Meisterschaft wird zu großen Teilen vom BVB geprägt. Am Sonntag im Finale gegen den 1. FC Köln winkt ein neuer Rekord.

Dortmund

, 14.06.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Geschichte des Wettbewerbes um die deutsche B-Junioren Fußball-Meisterschaft wird ein nicht unbeträchtliches Stück vom Nachwuchs des BV Borussia Dortmund mitgeschrieben. Wenn die schwarzgelben Talente am Sonntag um 13 Uhr den Rasen der Kampfbahn Rote Erde zum Saisonhöhepunkt gegen den Westrivalen 1. FC Köln betreten, ist dies in der 43. Auflage der Titelkämpfe seit 1977 die vierzehnte Finalteilnahme.

Der BVB feiert sieben Titel bei der B-Jugend

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Sieben Mal wanderte der Meisterpokal in den BVB-Trophäen-Schrank. Sechs Mal mussten sich die Borussen mit dem nicht minder bemerkenswerten Vize-Titel begnügen. Begleitet von zahlreichen weiteren Endrundenteilnahmen ist dies eine unbestritten außergewöhnliche Bilanz. Auf Augenhöhe in der Statistik bewegt sich einzig der VfB Stuttgart (14 Finals, 7 Siege). Bei einem Erfolg über Köln wäre der BVB mit dann acht Endspielsiegen alleiniger Rekordhalter.

Die Erfolgsstory fand vor knapp 35 Jahren am 29. Juli 1984 ihren Anfang. Vor der stattlichen Kulisse von 10.000 Zuschauern sorgte Adrian Spyrka im Westfalenstadion mit einem fulminanten Fernschuss zum 1:0-Siegtreffer über 1860 München für großen Jubel. In Reihen der ersten Dortmunder Jugend-Meister-Elf überhaupt standen unter anderen Thorsten Fink und Maurice Banach. Zum Triumph geführt wurden die Jungen von Trainer Rainer Trawinski.

Wongrowitz für die B-Jugend des BVB zu drei Finalsiegen

Es folgte eine „schöpferische Pause“ bis Trainer Peter Wongrowitz in den neunziger Jahren ein Dreierpack schnürte. Zwischen den Pfosten mit dem jetzigen Torwarttrainer der BVB-Profis, Matthias Kleinsteiber, gab es 1993 beim FC Carl Zeiss Jena einen 5:1 Sieg. Der wurde 1996 noch getoppt, als die Borussen mit Francis Bugri im Mitttelfeld den 1. FC Saarbrücken vor 4500 Zuschauern aus dem Stadion Rote Erde schossen. Der vierte Erfolg, unter anderen mit Florian Kringe, zwei Jahre später 1998 an selber Stelle über den VfB Stuttgart stand allerdings auf der Kippe. Erst nach Elfmeterschießen konnten die Schwaben mit 7:6 bezwungen werden. Zum Ende der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden. Die Wongrowitz-Schützlinge machten damit für die Nachwuchsabteilung in der Saison das Titel-Double perfekt. 14 Tage zuvor hatten bereits die A-Junioren an selber Stelle gegen den FC Bayern München, ebenfalls nach Elfmeterschießen mit 4:3 triumphiert. Als Trainer zeichnete der heutige sportliche Leiter Nachwuchs, Edwin Boekamp, verantwortlich.

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In der letzten Saison vor dem Jahrtausendwechsel 1999 revanchierte sich der VfB daheim mit einem 3:1. Letztmals unter Wongrowitz blieb der BVB ebenso 2001 beim FC Bayern, für den auch Bastian Schweinsteiger traf, mit 0:4 chancenlos. Glücklos endeten die drei Finals von 2006 bis 2008 für Trainer Peter Wazinski. Dem 0:2 in Hamm gegen 1860 München, mit den Bender-Zwillingen, folgten ein 0:1 in der Roten Erde gegen die Bayern und ein 4:6 bei der TSG Hoffenheim. Nach fünfjähriger Final-Abstinenz konnte die schwarzgelbe Talentschmiede unter Trainer Hannes Wolf die Bilanz 2014 mit 2:1 bei RB Leipzig wieder ausgleichen und legte in der darauffolgenden Saison mit dem 4:0 beim VfB Stuttgart sofort nach.

Havertz zerstört die Hattrick-Träume der U17 des BVB

Der Titel-Hattrick indes blieb verwehrt. Kai Havertz führte Bayer Leverkusen 2016 in der Roten Erde zum 2:0 über die von Benjamin Hoffmann gecoachten Borussen. Noch frisch in Erinnerung ist der letztjährige 3:2-Triumph im neuen Campus beim FC Bayer München unter Trainer Sebastian Geppert. Immanuel Pherai (2) und Youssoufa Moukoko sorgten mit ihren Toren für ausgelassenen schwarzgelben Jubel. Und nun soll wenn möglich am Sonntag mit dem achten Streich das nächste Kapitel angefügt werden.

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