Die Schürener Eichhörnchen: Vom Sorgenkind zum momentan besten Dortmunder Westfalenligisten

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Der BSV Schüren sorgt in der Westfalenliga mit drei Siegen in Serie für Furore. Dass die Mannschaft aktuell so stark ist, hat für Trainer Arthur Matlik und Stürmer Eyüp Cosgun mehrere Gründe.

Dortmund

, 09.10.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim BSV Schüren genießen sie gerade den Moment. Drei Siege in Folge haben den Westfalenligisten in der Tabelle auf Platz sechs geschossen und nähren die Hoffnung auf eine Saison mit mehr positiver Stabilität als das noch in der letzten Spielzeit der Fall war - als der BSV erst in der Relegation den Klassenerhalt packte.

Stürmer Eyüp Cosgun hat alle Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre miterlebt - und zuletzt zwei Treffer zum Sieg gegen Iserlohn beigetragen. „Drei Siege hintereinander gab es glaub ich zuletzt in der Aufstiegssaison 17/18. Mehr als eine schöne Momentaufnahme ist das aber noch nicht.“

Serien von Erfolgserlebnissen

Trotzdem sieht Trainer Arthur Matlik in der Momentaufnahme auch etwas Nachhaltiges: „Sie tut dem Team richtig gut. So eine kleine Serie von Erfolgserlebnissen ist das, was uns in der letzten Saison gefehlt hat. Die Mannschaft ist gerade in einer Situation, in der sie sich mal nicht ständig hinterfragen muss, sondern sieht, dass sie Vieles genau richtig macht. Das hilft uns sehr.“

Dabei war der Start in die neue Spielzeit alles andere als gut. Aus den ersten sechs Duellen holte die Mannschaft gerade mal sechs Punkte. „Dass der Start in die neue Saison so schlecht lief, hat seinen Grund vor allem in der missglückten Vorbereitung“, sagt Matlik. „Eine Woche vor Saisonbeginn sind uns gleich mehrere Leistungsträger ausgefallen. Und die waren zum Start natürlich auch noch nicht wieder fit.“

Mehr Punkte waren möglich

Trotzdem schätzt Cosgun den Auftakt als nicht so misslungen ein, wie es vielleicht der einfache Blick auf das Punktekonto nahelegt. „Da waren einige Spiele dabei, bei denen für uns durchaus mehr drin war. Spiele, in denen wir nicht wirklich die schlechtere Mannschaft waren.“

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Mittlerweile sind alle Leistungsträger wieder an Bord. Das merkt man dem Team nach Einschätzung von Matlik auch deutlich an. Der Trainer erkennt außerdem, dass der Druck, den Nachwuchsspieler wie Martin Merkel, Fabio Rummenigge, Valentin dos Santos und Lukas Meyer auf die etablierten Kräfte machen, zunimmt. „Das motiviert alle.“

Junge und erfahrene Kräfte

Cosgun schätzt das ähnlich ein. Sieht aber junge wie erfahrene Kräfte in dieser Situation besonders in der Pflicht, dieser Mischung auch dauerhaft zum Erfolg zu verhelfen. „Die jungen Spieler müssen erkennen, dass das hier Männer- und kein Juniorenfußball mehr ist. Da muss jeder selber was tun, um in dieser Liga zu bestehen. Und das geht eben manchmal auch über die reine Trainingszeit hinaus.“

Dass seine Spieler mehr Eigeninitiative zeigen müssten, hatte Matlik schon nach dem 2:6 gegen Neheim moniert - der bislang letzten Niederlage.

Cosgun sieht aber auch sich selbst und seine ähnlich alten Kollegen in der Pflicht: „Unsere Aufgabe als gestandene Spieler ist es, nicht nur selber gut zu spielen, sondern die jungen Spieler so zu begleiten, dass sie die nächsten zehn Jahre vielleicht auch auf Westfalen- oder Oberliga-Niveau mithalten können.“

Erfolgsschwung bewahren

Als Nahziel geht es für Matlik und Cosgun aber erstmal darum, den neu gewonnenen Erfolgsschwung zu bewahren: „Es ist doch ganz einfach“, sagt Cosgun. „Du gewinnst, das gibt dir einen Ruck, du kommst am Dienstag schon zum Training mit einem ganz anderen Feeling. Und eines der wichtigsten Gefühle eines Fußballers ist wieder da: Du freust dich aufs Wochenende. Dann ist der Sieg auch kein Zufall mehr, und du sammelst die Punkte wie die Eichhörnchen gerade die Nüsse.“

Drei Nüsse bzw. Punkte wollen die Schürener am Sonntag auch beim TuS Hordel in Bochum mitnehmen. Cosgun wird dann wohl wieder mit Neuzugang und Sturmpartner Kamil Bednarski auflaufen, ein Mitspieler, über den er voll des Lobes ist. „Ein guter Mitspieler macht dich selbst auch immer besser. Und genau das ist bei Kamil der Fall.“

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