Die Stadt Dortmund informiert, wann die Sportplätze und Hallen öffnen

rnSport

Die Sportler in Dortmund wollen natürlich wissen, wann sie wieder auf ihre Anlagen dürfen. Die Stadt Dortmund hat unserer Redaktion erklärt, wann es weitergehen könnte.

Dortmund

, 08.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Überraschung war groß, als die Landesregierung am Mittwoch eine weitgehende Lockerung für den Sportbetrieb versprach. Doch noch bleibt bei der Umsetzung ganz viel im Unklaren. Seit Donnerstag seien Aktivitäten im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport auf Freiluftsportanlagen wieder erlaubt, hieß es.

Jetzt lesen

Soweit die Theorie. Denn umsetzen müssen es die heimischen Vereine und die Stadt Dortmund. Dortmunds Sportplätze sind seit dem 17. März geschlossen. Und bleiben es auch noch ein paar Tage. Mehr aber auch nicht. Anfang kommender Woche dürften die ersten Plätze wieder öffnen. Etwas Geduld ist also noch nötig.

Hygiene- und Abstandsbestimmungen organisieren

„Unser Ziel ist es, zusammen mit den Vereinen Hygiene- und Abstandsbestimmungen zu organisieren. Wir brauchen Sicherheit, dass alle Vereine wissen, worum es geht. Ab Montag starten wir dann peu à peu mit den einzelnen Plätzen, im Laufe der Woche soll dann der Trainingsbetrieb unter den eingeschränkten Bedingungen wieder laufen“, so André Knoche, Sportdirektor der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund: „Um im Dialog mit den Betreibern die Wiederaufnahme des Sportbetriebes zu organisieren, ist jetzt noch ein gewisser Vorlauf notwendig.“

Jetzt lesen

Für die zukünftige Öffnung der Sporthallen am Montag existiere der nötige Vorlauf, so dass mit einer pünktlichen Wiederinbetriebnahme gerechnet werden könne, so Knoche. Auch hier liege das Augenmerk auf der Organisation für die Umsetzung der Hygiene- und Abstandsregeln. Dafür werde gemeinsam mit den Nutzern - insbesondere der sogenannten „Kontaktsportarten“ - ein Konzept erarbeitet werden.

Konnte man eigentlich ernsthaft erwarten, dass von jetzt auf gleich alle Schließungen aufgehoben werden und sportliche Normalität eintritt? Eher nicht. Bei den Verantwortlichen stößt der Lockerungskatalog zumindest auf ein gewisses Unverständnis.

Die Maßnahmen seien schwierig umzusetzen, so Mathias Grasedieck, Geschäftsführer des StadtSportBundes Dortmund (SSB): „Ich kann jeden verstehen, der jetzt anruft und fragt, wie geht es weiter. Natürlich ist das eine freudige Entscheidung, dass es mit dem Vereinssport und dem Breitensport jetzt losgeht. Wir hätten uns aber die umgekehrte Reihenfolge gewünscht, erst die Verordnung, was wir alles beachten müssen, welche Abstandsregeln und welche Hygienemaßnahmen detailliert einzuhalten sind, und dann erst den Termin der Öffnung. So weiß keiner, woran er ist.“

Erheblicher Klärungsbedarf mit dem Land besteht indes in einem anderen Punkt. Ab dem 30. Mai dürfen auch wieder Sportarten mit unvermeidbarem Körperkontakt, also Handball oder Basketball, in geschlossenen Räumen stattfinden. Hier scheint nichts geklärt.

Jetzt lesen

„Das ist ja nicht analog der Fußball-Bundesliga umzusetzen“, so Knoche. Auch SSB-Geschäftsführer Mathias Grasedieck steht vor ungelösten Fragen: „Noch ist vom Land absolut nichts geregelt was Hygieneverordnung, Abstandsregelungen, das Benutzen der Umkleiden und Duschen und die Regeln für Ein- und Auslass angeht. Oder die Frage, wie viel Menschen dürfen maximal in die Hallen?“

Beim TSC Eintracht, mit ca. 7000 aktiven Mitgliedern größter Sportverein der Stadt, geht es ebenfalls am Montag kommender Woche los, dann wird das Sportzentrum (inklusive der Außenanlagen) an der Viktor-Toyka-Straße wieder geöffnet.

Jetzt lesen

„Unser Ziel ist es – natürlich unter den geforderten Auflagen – soviel Angebote wie möglich machen“, so Andreas Kranich, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit beim TSC Eintracht: Klar ist aber auch, dass es noch einige Zeit dauert, bis es wieder so wird wie vor Corona.“

Beim TSC Eintracht wird unter Hochdruck an Konzepten gearbeitet

Beim TSC Eintracht wird unter Hochdruck an Konzepten gearbeitet: Wie viel Personen sind pro Halle zulässig, Art der Einlasskontrollen, die Zeiten für Ein- und Auslass müssen angepasst werden, es darf keine Warteschlangen geben, die Pausen zwischen den Kursen müssen ausgedehnt werden.

Jetzt lesen

Von den Dortmunder Reitvereinen war noch keine Stellungnahme zu erfahren. Aber der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen seit Donnerstag wieder zulässig. Ebenso der Golfsport – als Freiluftsport natürlich im Vorteil.

Auf der Homepage des Dortmunder Golfclub wurde ein Leitfaden formuliert. Spielen dürfen nur Mitglieder und zunächst nur 9-Loch-Runden mit Start von den Abschlägen 1 oder 10. Die Übungsanlagen incl. Kurzplatz und Putting-Grün sind gesperrt bzw. nur im Rahmen des Golfunterrichts zu bespielen.

Lesen Sie jetzt