Die Verletztenliste der BVB-Frauen wird immer länger

BVB-Handball

Ildiko Barna musste gestern Abend nicht lange zählen. Gerade einmal acht Spielerinnen der Zweitliga-Mannschaft meldeten sich bei der BVB-Trainerin gesund zum Training. "Das ist schon bitter", meinte Jochen Busch, der Sportliche Leiter, "es ist derzeit wie ein böser Fluch".

DORTMUND

, 14.10.2014, 13:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Verletztenliste der BVB-Frauen wird immer länger

Ein ganz bitterer Moment in der Halle Wellinghofen: Petronela Kovacikova hat sich gerade das Kreuzband gerissen.

Zweiter Kreuzbandriss innerhalb eines knappen Jahres. Die Rechtsaußen wird in drei, vier Wochen operiert, ein Einsatz noch in dieser Saison ist eher unwahrscheinlich.  

Ebenfalls Kreuzbandriss. Da auch das Innenband angerissen ist und erst zusammenwachsen muss, wird die 21-Jährige auch erst in einigen Wochen operiert. Bei gutem Heilungsverlauf könnte sie vielleicht noch die letzten Saison-Spiele mitmachen.  

Die 31-Jährige erwartet im Frühjahr Nachwuchs, wird in dieser Saison sicher nicht mehr auflaufen.  

Die Ungarin hat sich einen Außenbandteilabriss zugezogen, fällt sicher noch sechs Wochen aus. Sollte auch das Kreuzband beschädigt sein, droht auch ihr das vorzeitige Saisonende.  

Die Spielführerin beklagt einen Bandanriss in der rechten Armbeuge. Heute soll sie von ihrem Zinkleimverband befreit werden, "wir hoffen, dass sie nächste Woche wieder mittrainieren kann", sagt Busch.  

  Bisher wurde "nur" eine Meniskusquetschung diagnostiziert, eine Untersuchung soll heute ergeben, ob das Kreuzband unversehrt ist. Dann würde die 21-Jährige spätestens in sechs Wochen wieder am Ball sein.  

Da Jennifer Weste auf einen Insektenstich allergisch reagierte, trainierte die Torfrau bei der 1. Mannschaft mit und riss sich prompt das Kreuzband. Methode steckt hinter all diesen Verletzungen nicht. "Es liegt nicht am Hallenboden, da es auch auswärts passiert ist, und sicher nicht am Schuhwerk", betont Busch. Aber nun gehe es auch darum, einen vernünftigen Trainingsbetrieb zu sichern, "die Qualität muss stimmen", sagt Busch. Und deshalb sehe sich der Verein ganz intensiv nach Neuverpflichtungen um, "wir müssen handeln, im Rückraum auf jeden Fall, vielleicht auch auf links". Und darauf hoffen, dass der Fluch nicht weitergeht. 

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