Diese Dortmunder Schwimmer haben bei der Deutschen Meisterschaft Chancen auf eine Medaille

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13 Athleten der SG Dortmund starten bei der Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in Berlin, drei von ihnen sogar mit Medaillenchancen – einer hat neben sportlichem Erfolg einen besonderen Wunsch.

Dortmund

, 12.12.2018, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Medaillen-Hoffnungen im Gepäck steigen 13 Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Dortmund am Mittwoch in den Zug nach Berlin. Das Ziel: die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften von Donnerstag bis Sonntag. SG-Cheftrainer Stephan Wittky schaute mit Kim Kristin Krüger (15), Sharon Dohms (21) und Luca Nik Armbruster (17) vor der Abfahrt in der Redaktion vorbei.

Was erwartet der Trainer von seinen Schützlingen?

Wittky: Möglichst viele Final-Teilnahmen, am liebsten natürlich A-Finals, möglichst viele persönliche Bestzeiten, vielleicht die ein oder andere Medaille. In den Staffeln sind wir ganz gut qualifiziert, eine Medaille da wäre ganz gut, weil das die ganze Mannschaft mitreißen kann. Wobei das mit der Prognose nicht einfach ist, denn die DM in Berlin ist ein international offener Wettkampf, da wissen wir noch nicht, wer da plötzlich auf dem Startblock steht.

Haben Sie Ihr Training speziell auf die kurze 25-Meter-Bahn ausgerichtet?

Wittky: Nein, wir machen immer ein ähnliches Programm mit festen Abläufen, das gibt den Athleten Sicherheit. Aber wir haben das Krafttraining umgestellt, denn wir haben einen komplett neuen Kraftraum und konnten unsere Übungen jetzt mehr auf Schnellkraft ausrichten.

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Und? Merkt man schon erste Ergebnisse?

Armbruster: Mir hat die Trainings-Umstellung wirklich was gebracht, ich bin am Start nun explosiver, schneller als früher.

Krüger: Ja, das kann ich bestätigen. Auch deshalb erhoffe ich mir in Berlin zum Beispiel eine neue Bestzeit über 50 Meter Rücken. Allerdings weiß ich zur Zeit nicht so recht, wo ich stehe, weil ich gerade erst einen Infekt überstanden habe.

Sharon Dohms, Sie sind mit 21, bald 22 Jahren mit Abstand die Älteste im DM-Team der SG Dortmund ...

Dohms: Deshalb nennen sie mich in der Mannschaft liebevoll „Omi“ (lacht). Aber es stimmt, meine Teamkameraden sind drei bis sieben Jahre jünger, aber das ist kein Problem, wir sind wirklich ein gutes Team. Ich weiß, dass viele in meinem Alter schon aufgehört haben mit dem Schwimmen, ich bin aber, obwohl ich gefühlt seit 20 Jahren schwimme, erst seit einem Jahr in Stephan Wittkys Trainingsgruppe. Ich habe in dieser Zeit so viel Neues gelernt, das hat meine Motivation noch einmal richtig angefacht. Ich habe gerade Riesenspaß.

Wohin soll so viel Spaß bei der DM in Berlin führen?

Dohms: Am liebsten zu einer Medaille mit der Frauen-Staffel. Bei der letzten DM wurden wir, auf Medaillenkurs liegend, disqualifiziert, weil ich einen technischen Fehler gemacht habe. Wäre schön, wenn’s diesmal ohne Fehler ginge.

Und wie sieht es beim Altersklassen-Rekordjäger der letzten Jahre aus?

Armbruster: Ich will erst einmal richtig gesund werden nach meinem Infekt und drei Wochen Antibiotika-Einnahme. Mal sehen, was in Berlin geht. Über meine Spezialdisziplin Schmetterling rechne ich mir über 50 und 100 Meter was aus, ob ein Rekord dabei herausspringt, ist eigentlich egal, würde ich aber nehmen (lacht). Und für 2019 hoffe ich mich für die Jugend-WM in Budapest (Ungarn) und die -EM in Kasan (Russland) qualifizieren zu können – wenn ich gesund bleibe.

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Die Kurzbahn-DM ist Auftakt in die neue Saison. Welche Ziele stehen da auf der persönlichen Agenda?

Krüger: Ich setze mir meine Ziele gern kurzfristig, aber würde mich schon gern für die Jugend-EM qualifizieren. Und ansonsten möchte ich weiter alles so gut unter einen Hut bekommen mit Schule und Sport. Das Goethe-Gymnasium und das Sportinternat sind da auf jeden Fall sehr hilfreich.

Dohms: Neben dem Sportlichen greife ich im Januar meine Bachelorarbeit in Wirtschaftsinformatik an. Das wird eine neue Herausforderung.

Armbruster: Und ich würde mir neben meinen sportlichen Zielen wünschen, dass der Schwimmsport in Deutschland wieder mehr in den Fokus rückt. Wir Athleten investieren so viel Willenskraft und Zeit in unseren Sport, es wäre schön, wenn das mit mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung belohnt würde.

Hier geht‘s zum Zeitplan der Schwimm-DM in Berlin

Dortmunder Einzel- und Staffelstarter Das Team der SG Dortmund für die Kurzbahn-DM in Berlin (13. - 16.12.): Sharon Dohms, Luca Nik Armbruster, Kim Kristin Krüger (Bild oben v.l./Foto Foltynowicz) sowie Cedric Büssing, Leon Heiermann, Luca Kuehn, Lennart Brendler, Greta Siebrecht, Kaja Reinhardt, Kira Konopik und Maria Victoria Schutzmeier. Nur in der Staffel schwimmen Robert Martin und Nico Klüttermann. Insgesamt haben 471 Athleten aus 153 Teams gemeldet und absolvieren knapp 1400 Einzelstarts.
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